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Oberbürgermeister Ulli Meyer spendiert Senioren in St. Ingbert Eis

Seniorentreff in St. Ingbert : Oberbürgermeister Ulli Meyer spendiert Senioren Eis

Anlass war ein Besuch im Offenen Seniorentreff „Café Frohsinn“ des Malteser Hilfsdienstes in der St. Ingberter Ludwigstraße.

Vor einigen Tagen besuchte St. Ingberts Oberbürgermeister Ulli Meyer den Offenen Seniorentreff „Café Frohsinn“ des Malteser Hilfsdienstes in der Ludwigstraße. Da es ein sehr heißer Tag war, spendierte er Eis mit Sahnehäubchen für die älteren Herrschaften, die sich natürlich über die willkommene Erfrischung freuten. „Es ist schön, dass es in St. Ingbert, zentral in der Stadt gelegen, dieses Angebot für die ältere Generation gibt. Und dass es so gut angenommen wird, spricht für die hervorragende Arbeit des Malteser Hilfsdienstes“, dankt der Oberbürgermeister Sabine Grimm, die seit vielen Jahren die Geschäftsstelle leitet.

Im Gespräch mit den rüstigen Seniorinnen erfuhr Meyer einiges über den offenen Seniorentreff, der im Wechsel dienstags, einmal als „Kaffeekränzchen“ und einmal als Spielenachmittag, stattfindet. In der Regel nehmen rund zehn Frauen an den Treffen teil, wobei natürlich auch Männer willkommen sind. „Ich glaube, die Männer haben Angst vor uns Frauen, weil wir deutlich in der Überzahl sind. Aber das müssen sie nicht, wir würden uns wirklich über jeden Senior sehr freuen“, meinte eine der älteren Damen. Besonders am Spielenachmittag, der mit Brett- und Würfelspielen, Mikado und verschiedenen Kartenspielen immer sehr lustig sei, wäre so mancher Mann mit Sicherheit eine Bereicherung. „Wann immer ich die Möglichkeit habe, gebe ich die Info, dass hier ein wunderbarer Seniorentreff angeboten wird, an ältere Herrschaften in unserer Stadt weiter“, erzählt Ortsvorsteherin Irene Kaiser, die ebenfalls zum Eis essen eingeladen war.

Durchweg alle Frauen sind froh, dass es diese Treffen dienstags gibt. „Wir sind vor einigen Jahren von Saarbrücken nach St. Ingbert gezogen, und als mein Mann 2019 gestorben ist, habe ich den Kontakt zu den Maltesern gesucht. Die schlimmste Vorstellung für mich war, dass ich im Alter vereinsame“, erzählt eine der älteren Damen. Und ihre Tischnachbarin schließt sich an: „Ich bin Gott dankbar, dass ich hierherkommen kann. Wir sind mittlerweile eine richtig schöne Gesellschaft, schon fast wie eine Familie“. Die älteste Teilnehmerin, die regelmäßig zu den Treffen kommt, ist stolze 94 Jahre alt.

Solche sozialen Veranstaltungen leben von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Wie etwa an diesem Nachmittag Zarnat Alhhourani, eine 45-jährige Frau aus Syrien, die mit der Flüchtlingswelle 2015 nach St. Ingbert kam. Seit dem Frühjahr nimmt sie an den Seniorennachmittagen teil, unterhält sich mit den Damen und hilft beim Bedienen. Schließlich haben die Seniorinnen ihr ganzes Leben lang gearbeitet und genießen es, sich an solchen Nachmittagen mal verwöhnen zu lassen. „Ich wurde in St. Ingbert gut aufgenommen, und dafür bin ich von Herzen dankbar. Da liegt es doch nahe, dass ich mit meiner ehrenamtlichen Arbeit hier etwas zurückgeben möchte. Und außerdem fühle ich mich in dieser netten Gesellschaft sehr wohl“, so Zarnat Alhourani,