Oberbürgermeister Ulli Meyer bei Kerweredd in St. Ingbert

Kirmes in St. Ingbert : Ein Sextett teilte bei der Dengmerter Kerweredd richtig aus

Der Schlag sitzt, das Bier fließt, die Kirmes ist eröffnet: Gemeinsam mit seiner Nachfolgerin im Amt des Ortsvorstehers, Irene Kaiser, und André Massel Junior als Vertreter der Schausteller teilte St. Ingberts künftiger Oberbürgermeister Ulli Meyer nach dem Fassanstich den Gerstensaft an die Besucher im gut gefüllten Kuppelsaal des Rathauses aus.

Doch bereits bei der traditionellen Kerweredd zuvor wusste der baldige Verwaltungschef gemeinsam mit seinen Kindern und Ortsvorsteherin Irene Kaiser ordentlich auszuteilen.

Gegen die Errichtung des „Bläse-Hauses“ etwa, mit exponierter Lage direkt an der viel befahrenen Kaiserstraße. „De Strooßelärm und de Feinstaub macht jo nix, weil die Seniore rieche nix“, hieß es da. Ganz dem Sarkasmus verpflichtet textete man „In München steht ein Hofbräuhaus“ um zu „In Dengmerd steht ein Bläsehaus – 1,2, gsuffa“. Doch auch Positives wurde berichtet. So wurde die schnelle Hilfe nach dem Brandunglück an Schleppi‘s Imbiss vertont zu „Don‘t worry – Be Schleppi“. André Massel Junior lobte als Vorstandsmitglied des Saarverbandes der Schausteller indes die Kirmes in der Mittelstadt als eines der Stadtfeste, die im Saarland noch richtig gut besucht seien. „Das ist ein fantastischer Vergnügungspark“, lobte er die Aufstellung mit 63 Schaustellern, die die Besucher noch bis Dienstag rund um das Rathaus herum mit diversen Belustigungen locken möchten. Woanders würde diese Vielfalt gesucht, „in St. Ingbert haben wir sie“.

Für die musikalische Untermalung der offiziellen Eröffnung am Samstagabend hatte wieder der Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn gesorgt.

Begrüßung und Moderation übernahm die Beigeordnete Nadine Müller. Normalerweise habe sie zu Beginn der Kirmes immer bereits die dicke Jacke aus dem Schrank holen müssen, wie sie erzählte. Doch diesmal freute sie sich darüber, dass der Samstag zu großen Teilen trocken blieb: „Das Wetter wurde hervorragend bestellt.“

Die anwesenden Kinder erhielten nach dem offiziellen Teil Freikarten – und durften diese auf den Fahrgeschäften direkt und mit sichtbarer Freude einlösen.

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