OB Ulli Meyer zu Personalien im St. Ingberter Rathaus

Stadtrat St. Ingbert : OB Ulli Meyer schafft zwei neue Stabsstellen

Im St. Ingberter Stadtrat geht es heute Abend auch um die Übertragung von Geschäftsbereichen an die vier Beigeordneten.

Im Vorfeld der heutigen Stadtratssitzung hat Oberbürgermeister Ulli Meyer auf Nachfrage der SZ erste personelle Veränderungen nach seinem Amtsantritt im Rathaus erläutert. So will der OB noch vor Weihnachten entscheiden, wer in seinem direkten Umfeld, also seinem Vorzimmer arbeitet. Momentan regelt Christine Lambert kommissarisch Termine und Telefonate im OB-Vorzimmer. Einen konkreten Wechsel gab es unterdessen bei der Wirtschaftsförderung. Der bisherige Wirtschaftsförderer Thomas Debrand ist jetzt in der städtischen Kämmerei tätig. Der Geschäftsbereich Wirtschaftsförderung wird nun umgestaltet. Er wird künftig als Stabsstelle direkt dem Oberbürgermeister unterstehen. Diese Stabsstelle soll fortan auch die neu zu schaffende Cispa-Servicestelle umfassen. Die Leitung dieses Bereiches ist derzeit ausgeschrieben.

Weit gediehen sind mittlerweile auch Ulli Meyers Überlegungen für den Bereich Kindergärten und Soziales. „Diese Aufgaben haben längst einen so großen Umfang, dass sie nicht mehr in den großen Geschäftsbereich Kultur, Familie und Soziales passen“, sagt der OB. Kindergärten und Soziales sollen daher in die Stabsstelle Integration einbezogen werden. Der Kulturbereich unter Leitung von Marika Flierl wird derweil um den Themenbereich Biosphäre erweitert. Auch Andrea Kihm, die bisherige Leiterin des Kulturamtes, hat eine neue Aufgabe. Sie kümmert sich jetzt um die kommunalen Stiftungen und die Beteiligungen der Stadt. Meyer: „Hier muss die Stadt fortan professionell handeln.“ Wer künftig das Kulturamt leitet, steht noch nicht fest.

Personalien und Zuständigkeiten werden heute Abend auch ein Schwerpunkt in der öffentlichen Stadtratssitzung sein. Denn dort sind die Geschäftsbereiche für die ehrenamtlichen Beigeordneten ein Thema, die der Oberbürgermeister Markus Schmitt (Grüne), Albrecht Hauck (Familien-Partei) sowie Nadíne Müller und Markus Hauck (beide CDU) zuteilen will.

Ansonsten stehen auf der Tagesordnung des Stadtrates eine ganze Reihe von Themen, die in den vergangenen Wochen in den verschiedenen Stadtratsausschüssen bereits einstimmig beschlossen wurden. So bespielsweise der Fitnessparcours in Hassel. Hier werden dessen Gerätschaften unentgeltlich vom Verein für kulturelle und soziale Belange an die Stadt übereignet. Auch ein Thema: der Bahnhof in Rohrbach. Hier sollen die Weichen gestellt werden für den Erwerb von Gebäude und Gelände durch die Stadt sowie deren weiterer Gestaltung. Darüber hinaus wird die Stadt dem sogenannten Saarlandpakt beitreten. St. Ingbert erhält dann ab 2020 fünf Jahre lang jährlich rund zwei Millionen Euro, die vor allem für die Sanierung der Ludwigschule verwendet werden, die als Ausweichquartier während des Umbaus der Rischbachschule dienen soll.

Die Sitzung des St. Ingberter Stadtrates am Dienstag, 3. Dezember, beginnt um 18 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses.

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