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OB Ulli Meyer sprach bei Neujahrsempfang der CDU Hassel

Neujahrsempfang der CDU Hassel : OB Meyer sieht Chancen für neue Arbeitsplätze

Die CDU Hassel hatte ins Alte Wasserwerk, der Begegnungsstätte der Awo, zu ihrem Neujahrsempfang eingeladen, der stets der Information der Bürger und dem Gedankenaustausch dienen soll.

Vorsitzender Michael Rinck konnte Oberbürgermeister Ulli Meyer und Ortsvorsteher Markus Hauck begrüßen.

Oberbürgermeister Ulli Meyer betonte, dass er eine Politik der Zusammenarbeit und Sachlichkeit vorziehe, mit den Konflikten solle Schluss sein. „Ich will Lösungen suchen mit den Beteiligten.“ So rede er mit dem Stadtrat über anstehende Fragen und Projekte „Die Verwaltung ist Partner der Fraktionen.“ Er sehe die Veränderungen auf der Welt, vor allem das ökologische Bewusstsein, das auch Auswirkungen auf die Wirtschaft (Automobilindustrie) habe und erinnert: „Schon 1957 haben wir mit dem Wegbrechen der Kohle und Firmenschließungen den Strukturwandel geschafft.“ Deshalb dürfe sich die Stadt neuen Industriezweigen nicht verschließen: „Heute spielt der IT-Sektor eine große Rolle, ebenso CO2 und die Frage der Antriebstechnik. Wir brauchen mehr Ausgründungen, um Verluste auszugleichen. Wir sind in St. Ingbert im IT-Bereich, unter anderem mit SAP und Abat+, gut aufgestellt, wir wollen das Herz der IT-Industrie im Saarland werden.“

Um zukunftssichere Arbeitsplätze schaffen und negative Auswirkungen besser meistern zu können, habe er auch die Wirtschaftsförderung der Stadt umstrukturiert, so der OB. Handwerker, kleine und mittlere Betriebe sollen Hilfen in der Verwaltung bekommen. Auch mit den Großbetrieben und ihren Betriebsräten in St. Ingbert wolle er den Kontakt suchen. „Wer Arbeitsplätze schaffen will, soll unterstützt werden. Wir haben in St. Ingbert großes Potenzial, wir sollten Zuversicht haben in unsere eigene Stärke.“ Meyer betonte die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit mit den Ortsräten. Er wolle lebendige Ortskerne mit Geschäften des täglichen Bedarfs, Zentren für Jüngere und Ältere. In den Orten müsse es für junge Familien mehr Bauplätze geben. „Es sollen nicht große Grünflächen geopfert werden, sondern kleinere Flächen.“ Eltern müssten größere Sicherheit haben, wann sie einen Kitaplatz bekommen können. „Da muss sich etwas ändern“, meinte der Oberbürgermeister.

Ortsvorsteher Markus Hauck berichtete über im Jahr 2019 fertiggestellte Projekte, wie etwa die Neugestaltung des Marktplatzes mit dem Buswartehäuschen, die Bühnenbeleuchtung in der alten Schulturnhalle, oder die 30er-Zone von der Lindenstraße bis zur Rohrbacher Straße. Positiv sei zudem, dass die beiden Kitas ihr Angebot an Krippen- und Kitaplätzen erweitern wollen.