OB: „Shared Space“ war in der Kohlenstraße nie vorgesehen

OB: „Shared Space“ war in der Kohlenstraße nie vorgesehen

Oberbürgermeister Hans Wagner hat die Diskussionen, die derzeit im Zusammenhang mit dem Abriss von "Thume Eck" über die künftige Straßengestaltung in der St. Ingberter Innenstadt geführt wird, nochmals eingeordnet. Mit einer leistungsfähigen Kohlenstraße könne die Poststraße zum Bereich werden, in dem Autos und Fußgänger gleiche Rechte haben, also das sogenannte Shared Space (gemeinsamer Raum) gelte, betont der OB in einer Pressemitteilung. Mit dieser Aussage habe er den Abriss der beiden Häuser an "Thume Eck" vorangetrieben. Dabei hätte er niemals vorgehabt, in der Kohlenstraße selbst "Shared Space" umzusetzen, so Hans Wagner . Ganz im Gegenteil: "Die Kohlenstraße war bislang die Bundesstraße 40. Jetzt wurde sie herabgestuft zur Landesstraße, aber davon werden die Autos nicht weniger. Die Kohlenstraße ist und bleibt eine der Hauptachsen durch unsere Stadt. Sie muss leistungsfähig bleiben." Ob man die Kohlenstraße allerdings in zwei Richtungen freigebe, sei unverändert die eigentliche Kernfrage, die beantwortet werden müsse, bevor man über Shared Space in der Poststraße nachdenkt. Bleibe die Kohlenstraße in West-Ost-Richtung gesperrt, stehe diesem Verkehr neben dem Ring über die Wollbachstraße nur die Poststraße zur Verfügung. Wagner: "Das würde Shared Space unmöglich machen. Deshalb spielt aus Sicht des OB bei Planspielen zu Shared Space die Kohlenstraße eine tragende Rolle, aber nie selbst als Shared-Space-Bereich, sondern als Entlastungsstrecke." Wenn manche Fraktionen heute die damaligen Äußerungen des OB anders deuteten, sei das als "Karnevalsscherz" zu werten.

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