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OB Hans Wagner zieht Bilanz der Wirtschaftskraft von St. Ingbert

Resümmee des OB : Hans Wagner ist stolz auf aktuelle Daten

Oberbürgermeister zieht Resümee für 2018: Freude über die Wirtschaftskraft und Sorge um die Baumwollspinnerei.

Oberbürgermeister Hans Wagner hat am vergangenen Donnerstag beim traditionellen Jahresabschluss für die Mitglieder des Stadtrates und der Ortsräte die Arbeit der Stadtverwaltung resümiert. Einige der Daten und Fakten, die er das lieferte, hat die Stadt in einer Pressemitteilung zusammengefasst.

So drückten die Daten des Statistischen Landesamtes auch im zu Ende gehenden Jahr 2018 wiederholt das aus, worauf die Verantwortlichen der Stadt stolz sein könnten: Seit Jahren sei St. Ingbert unangefochten die Nummer eins in Sachen Wirtschafts- und Finanzkraft im Saarland. „Wenn man bedenkt, dass wir als Mittelstadt direkt nach Saarbrücken die zweithöchste Kreisumlage im Land leisten, ist diese Bilanz umso erfreulicher“, sagte er beim Jahresabschluss der Stadt- und Ortsräte. „Lediglich vier von 52 Gemeinden sind im Saarland noch schuldenfrei und müssen keine Kassenkredite aufnehmen. Setzt man zudem die Einwohnerzahlen ins Verhältnis zu den getätigten Investitionen und Baumaßnahmen, dann steht St. Ingbert ganz vorne im Saarland“, so der OB. Doch das sei längst nicht alles: Seit dem Ende der Amtszeit von Winfried Brandenburg im Jahr 2004, der für seine sparsame Haushaltsführung bekannt war, sei in St. Ingbert keine derart gute Bilanz mehr geschrieben worden wie 2018, unterstreicht Wagner. Und das kommende Jahr verspreche noch besser zu werden. Mit rund 30 Millionen Euro (2014: 21 Millionen Euro) leiste die Mittelstadt im Saarpfalz-Kreis die höchste Kreisumlage und verzeichne trotzdem die höchste Wirtschaftskraft.

Doch es gebe noch weitere Erfolge zu verbuchen. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. würdigte die Biosphärenstadt St. Ingbert zum zweiten Mal in Folge für ihr ökonomisches Engagement mit einer Auszeichnung. „Hohe Wirtschaftskraft mit nachhaltigem Umweltbewusstsein zu verbinden – in St. Ingbert gelingt das. Mehr als 12000 Städte mittlerer Größe gebe es in Deutschland, und St. Ingbert gehöre zu den besten drei. „Auch das ist Teil der Leistungsbilanz unserer Stadt am Ende dieses Jahres, auch hier sind wir Spitze“, so Wagner.

Neben allem Positiven gebe es jedoch auch einen Schönheitsfehler. Der Prüfbericht des Landesrechnungshofes über die Angelegenheit Baumwollspinnerei lege offen, wozu die Unterzeichnung des Kaufvertrages im Jahr 2011 mittlerweile geführt hat: „In der Hoffnung, dass sich das Projekt mit Investor Werner Deller doch noch zu einem guten Abschluss bringen lässt, hatten Rat und Verwaltung über Jahre den Geldhahn nicht zugedreht. Leider ließ uns der Vertrag, der das bereits im Jahr 2007 vom damaligen Stadtrat beschlossene Großprojekt besiegelte, kaum eine andere Wahl, keiner wollte das Gebäude als Bauruine stehen lassen. Sowohl St. Ingbert als auch der Fördergeber müssen nun aus dem Rechnungshofbericht die Lehren ziehen“, bedauert der St. Ingberter Oberbürgermeister. „Die damaligen Kritiker wurden überstimmt, obwohl man bei genauerem Hinsehen bereits 2011 erkennen konnte, dass der Abschluss einseitig bevorteilend für Herrn Deller war und ist.“