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OB Hans Wagner kritisiert Vorort-Termin an der Gemeinschaftsschule

Gemeinschaftsschule : Auch Hans Wagner kritisiert Turnhallen-Termin

Heute hat sich auch der St. Ingberter Oberbürgermeister der Kritik an einem CDU-Termin wegen der Turnhalle der Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach angeschlossen.

„Wer soll dem noch Glauben schenken, wenn der OB-Kandidat der CDU von versöhnen und zusammenführen spricht?“, fragt Oberbürgermeister Hans Wagner. Beides habe sich Ulli Meyer sich als Ziel auf seine Fahne geschrieben. Aber: Nicht einmal Landrat Theophil Gallo, immerhin zuständiger Schulträger und Bauherr für den Neubau der Rohrbacher Schulturnhalle, oder dessen Bauverwaltung wussten etwas von dem Termin. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des Kreises mit der Stadt St. Ingbert, so dass die Stadt sachlich unmittelbar beteiligt ist: „Der Hallenneubau kommt nicht nur der Schule, sondern auch den Rohrbacher Vereinen zu gute, die händeringend nach Trainingsmöglichkeiten suchen“, so der OB.

„Natürlich haben wir den Förderantrag der Kreisverwaltung unterstützt, der mit viel Überzeugungsarbeit und Mühen beider Verwaltungen verbunden war. Und da stellt sich der Innenminister mit dem OB-Kandidaten sowie weiteren Vertretern der CDU hin und verkauft in der Rolle des Zuschussgebers die Sache als deren Erfolg. Es ist zwar Wahlkampf“, so Wagner weiter, „aber eine Fördermittelzusage ohne den zuständigen Projektträger und den beteiligten Oberbürgermeister zu informieren oder zum Termin einzuladen? Etwas Vergleichbares muss man erst mal suchen. Zumindest stehen diese Wahlkampfmethoden des Mitbewerbers Ulli Meyer im direkten Widerspruch zu seinem Slogan. So sieht in meinen Augen ganz bestimmt keine Zusammenführung aus, sondern eher die Fortführung aufspaltender und trennender Politik unter Ausschluss konkurrierender politischer Kräfte.“ So begrüßenswert der Zuschuss von einer Million auch sei, die Art der Bekanntgabe zudem an den falschen Adressaten sei es ganz sicher nicht gewesen. Immerhin habe der Bauherr, dessen Anwesenheit nicht erwünscht war, eine Eigenleistung von sieben Millionen Euro zu stemmen. Was ein Finanzstaatssekretär und Ortsvorsteher von St. Ingbert-Mitte mit einem Sanierungsprojekt in Rohrbach zu tun haben soll, sei eine Frage, die sich am Rande ebenfalls stelle.