Neues Haus für Blutspende-Teams

Homburg. Direkt vor den Toren des Universitätsklinikums in Homburg geht es gleich zweifach ums Blut. Im Juli 2010 wurde hier bereits ein neues Gebäude eingeweiht. Dort ist das Institut für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin mit Blutspendedienst und Hämophilie-Zentrum des Uniklinikums mit seinem Direktor Professor Hermann Eichler untergebracht

Homburg. Direkt vor den Toren des Universitätsklinikums in Homburg geht es gleich zweifach ums Blut. Im Juli 2010 wurde hier bereits ein neues Gebäude eingeweiht. Dort ist das Institut für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin mit Blutspendedienst und Hämophilie-Zentrum des Uniklinikums mit seinem Direktor Professor Hermann Eichler untergebracht.Am Donnerstag war der Neubau direkt nebenan an der Reihe. Der Blutspendedienst Rheinland-Pfalz Saarland hat einen 4,5 Millionen Euro teuren Stützpunkt gebaut, von dem aus die Entnahmeteams zu den Blutspendeterminen im ganzen Saarland fahren können; bereits seit Mai sind hier zwei stationiert. So sollen die Saarländer angeregt werden, mehr Blut zu spenden, denn daran fehlt's. 41 000 Blutspenden habe der DRK-Blutspendedienst 2011 im Saarland entnommen, benötigt und geliefert zur Patientenversorgung wurden vom DRK allerdings 62 000 Blutkonserven, machte Jan-Christian Kuhr, kaufmännischer Geschäftsführer des Dienstes für Rheinland-Pfalz/Saarland, den Mangel an Zahlen deutlich. Das neue Gebäude soll nun zum einen dafür sorgen, dass sich die Saarländer stärker mit dem Blutspendedienst identifizieren, wie es Bernhard Preiß, Präsident des DRK-Landesverbandes Saarland, formulierte. So soll es letztlich mehr Spenden geben. Zum andern haben die Spendeteams nun kürzere Wege: Bislang mussten sie nämlich aus Bad Kreuznach anfahren. Das stieß selbstverständlich bei allen Rednern auf große Zustimmung. Homburgs Bürgermeister Klaus Roth sprach von einem guten Tag für Homburg, das DRK und das Klinikum. Rainer Kaul, Aufsichtsratsvorsitzender des Blutspendedienstes West, nannte die Investition ein "Signal", um das Spendenaufkommen zu erhöhen.

Zufall ist die unmittelbare Nachbarschaft zur Uniklinik, speziell zum Institut von Professor Eichler natürlich nicht. Denn es geht nicht nur um den Stützpunkt, sondern auch um Forschung. Das DRK hat in seinem Gebäude nämlich Laborräume mit dem Herzstück eines Reinraumlabors und damit eines Partikel freien Raums geschaffen. So sei es nun möglich spezielle Forschung zu betreiben und innovative Zelltherapeutika zu entwickeln, lobte Professor Matthias Hannig, Vizepräsident der Saar-Uni für Forschung und Technologietransfer. So würden Forschung und Krankenversorgung gestärkt. Er erinnerte auch daran, dass die Kooperation auf eine Initiative von Professor Eichler aus dem Jahr 2006 zurückging. "Durch das Gebäude gewinnen wir beide", unterstrich Professor Wolf-Ingo Steudel, Ärztlicher Direktor des Klinikums.

Saar-Gesundheitsminister Andreas Storm hob auf die Einzigartigkeit in Hinblick auf die Kooperation des DRK-Blutspendedienstes mit der Saar-Uni ab. Professor Michael Menger, Dekan der Medizinischen Fakultät, sprach von einer "hoch interessanten Schnittstelle". < Weiterer Bericht folgt