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Neuer Weg auf altem Friedhof sorgt im Oberwürzbacher Rat für Ärger

Neuer Weg auf altem Friedhof sorgt im Oberwürzbacher Rat für Ärger

Der Friedhof in Oberwürzbach hat die Mitglieder des Ortsrats beschäftigt. Vor allem der neu angelegte Weg sorgte für Diskussionen. Er sei zu schmal und weise ein zu großes Gefälle auf, beschwerte sich Dunja Sauer (SPD).

"Es herrscht großer Unmut in der Bevölkerung", brachte es Dunja Sauer auf den Punkt. Das SPD-Mitglied im Oberwürzbacher Ortsrat spielte damit auf den fertig gestellten Weg auf dem alten Friedhof in dem St. Ingberter Stadtteil an. Dieser sei insgesamt zu schmal gestaltet und weise ein starkes Gefälle vom Hauptweg bis zur Treppe hin auf. Außerdem seien noch Abstufungen vorhanden, und der Weg weise erhebliche Unebenheiten auf. Der Weg sei "schlecht ausgeführt" worden, pflichtete Ortsvorsteherin Lydia Schaar bei, wies aber darauf hin, dass die Breite des Weges so vorgesehen war. Die Problematik wurde auch von der CDU-Fraktion bestätigt. Deren Sprecher Patrick Schmitt erinnerte daran, dass das Thema Friedhof schon seit vielen Jahren ein "Dauerbrenner" im Ortsrat sei. So sei auch das Thema Belegungskonzept unzureichend umgesetzt worden. Die Verwaltung ihrerseits teilte mit, dass aus ihrer Sicht der Weg laut Absprache nach einem gemeinsamen Ortstermin umgesetzt worden sei. Die Unebenheiten würden noch beseitigt werden. Das Konzept für den alten Teil bestehe bereits seit Jahresbeginn, jenes für den neuen Teil werde "als Geschäft der laufenden Verwaltung" angesehen. Der Friedhofsmeister sei angehalten, die Belegung möglichst so vorzunehmen, dass ermöglicht sei, die Flächen auf lange Sicht zusammenhängend zu pflegen. Auch solle eine Verdichtung der Grabstellen erzielt werden, damit kleinere Freiflächen künftig nicht mehr durch die Stadt, sondern von Nutzungsberechtigten gepflegt werden müssten.

Beruhigt fühlten sich die Ortsräte dadurch nicht. So einigten sich die Mitglieder des Gremiums einstimmig darauf, den bereits gefassten Beschluss nach einem Nutzungskonzept zu erneuern. Außerdem wurde ein erneuter Ortstermin vorgeschlagen, an dem alle Ortsräte und die betreffenden Verwaltungsmitarbeiter teilnehmen sollten.