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Neuer Grill der Kahlenbergfreunde am Pfadfinderheim in Rohrbach

Statt der Eröffnung des Alt-Rohrbachfestes : Kahlenbergfreunde weihen Vereinsanlage ein

Das Außengelände am ehemaligen Pfadfinderheim ist neu gestaltet worden. Das optische Prunkstück ist der neue Schwenker-Grill.

Freitagabend gegen 18 Uhr. Es ist brütend heiß. Das Thermometer zeigt 34 Grad. Am ehemaligen Pfadfinderheim „Auf der Platte“ herrscht reger Betrieb. Der Schatten will sich erst nach und nach einstellen. Die Rohrbacher Kahlenbergfreunde haben zu einem Sommerfest in die Blücherstraße 55 nahe dem Pfeifferwald eingeladen. Der Höhepunkt: Der neue Grill und die umfassend neugestaltete Außenanlage werden eingeweiht.

„Eigentlich wäre das jetzt die Zeit, in der wir den Fassanstich des Alt-Rohrbachfestes durchführen würden“, sagt Roland Weber gegenüber unserer Zeitung. Doch das ist, wie so vieles in diesem Jahr, wegen der Corona-Pandemie ausgefallen, bilanziert der Ortsvorsteher. So ein klein wenig soll die Veranstaltung auch diesen Ausfall kompensieren. „Wir wollten schon viel früher einweihen“, blickt Weber zurück. Seit die Kahlenbergfreunde, deren zweiter Vorsitzender er ist, das Haus übernommen und gut ein Jahr lang renoviert haben, feiern sie am – deutschen – „Tag des Biers“, am 23. April, und am „Tag des Baums“, am 25. April, ein Fest. Und das ist, man ahnt es schon, natürlich in diesem Jahr auch ausgefallen.

Denn eigentlich hätte alles wunderbar gepasst: Die geplante Einweihung des Grills, der Wiese und auch des Platzes Ende April. Dann hätte es im Frühjahr mit den Zeltlagern der Jugendgruppen losgehen können. Auch diese Veranstaltungen fielen Corona zum Opfer. Doch von Traurigkeit war, trotz Vorsichtsmaßnahmen wegen diverser, aktueller Corona-Verdachtsfälle in St. Ingbert, am Freitagabend nichts zu spüren. Das Fest rund um das Haus begann bereits am Vormittag mit einem Rentner-Frühschoppen und einem Weißwurst-Frühstück. Das gemütliche Beisammensein stand auch am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, für das sich das Team Gerda Korte (Team Awo und Männerchor Rohrbach) verantwortlich zeichnete, im Vordergrund. „Das Ganze ist was für die Ur-Einwohner“, brachte es der Ortsvorsteher scherzhaft auf den Punkt.

Stolz ist Weber vor allem auf nicht nur auf die umfassende Neugestaltung des Geländes, sondern vor allem auf den Grill. Alles wurde in Eigenleistung und mit Hilfe von Sponsoren ermöglicht. So stiftete der Ortsrat den Schwenker, den der Rohrbacher Handwerker Rio Becker baute. Roland Weber kümmerte sich selbst um das Gelände, welches massiv vom Bodenniveau aufgeschüttet und mit einer Stützmauer versehen werden musste. Die Holzbänke rund um die Feuerstelle wurden von Harald Hoch erstellt. Bereits vor zwei Jahren hat sich Michael Latz und sein Team intensiv der Sanierung des Gebäude-Inneren gewidmet und dabei auch die Heizung erneuert.

„Sie befinden sich hier in einem Mehrgenerationenhaus“, begrüßte Jörg Schuh die Gäste der Einweihung. Der erste Vorsitzende der Kahlenbergfreunde meinte damit, dass die Nutzung nicht nur auf eine Altersgruppe beschränkt sei. Schuh wies auf die Übernahmeverhandlungen vor drei Jahren mit der Stadt sowie auf den Fördervertrag des Familienministeriums für den Platz, beziehungsweise den Grill, hin. Ulli Meyer betonte die Punkte Zusammenhalt, Zusammenleben, Zusammenarbeit und Zusammenfeiern in seiner Begrüßung. Auch er bedauerte den Ausfall des Alt-Rohrbachfestes. „Das wäre ein großer Tag für dich gewesen“, sagte der Oberbürgermeister in Richtung von Wolfgang Heib. Der Festorganisator nickte bedauernd. „Wer gudd schafft, kann aach gudd feiere“, meinte Ulli Meyer dann und half gemeinsam mit Roland Weber, Jörg Schuh sowie den Straußbuben Kai Eisler und Jens Jung den ersten Schwenker auf der neuen Feuerstelle zu grillen.