Neue Heimstatt für die Wehr

Medelsheim. Albert Wack war der eifrigste Helfer beim Neubau des Medelsheimer Feuerwehrgerätehauses. Bei der Einweihungsfeier lobte Gersheims Wehrführer Stefan Lugenbiel die engagierte Hilfe der Feuerwehr insgesamt, die innerhalb der 18-monatigen Bauzeit an 46 Samstagen mehr als 2100 Stunden erbracht hatten. Wack war mit 293 Stunden einsamer Spitzenreiter, einer von 32 Helfern

Medelsheim. Albert Wack war der eifrigste Helfer beim Neubau des Medelsheimer Feuerwehrgerätehauses. Bei der Einweihungsfeier lobte Gersheims Wehrführer Stefan Lugenbiel die engagierte Hilfe der Feuerwehr insgesamt, die innerhalb der 18-monatigen Bauzeit an 46 Samstagen mehr als 2100 Stunden erbracht hatten. Wack war mit 293 Stunden einsamer Spitzenreiter, einer von 32 Helfern. Insgesamt, so stellte Bürgermeister Alexander Rubeck bei den Eröffnungsfeierlichkeiten fest, seien so der Gemeinde rund 51 000 Euro eingespart worden. Das Gemeindeoberhaupt erinnerte daran, dass der Bau notwendig geworden sei, da nach dem Ausbau des Gebäudes für die Grundschule kein Platz mehr für die Selbsthilfeeinrichtung gewesen sei. Er dankte insbesondere dem saarländischen Innenministerium für die Unterstützung. Immerhin trage das Land die Hälfte der rund 385 000 Euro Baukosten.

Innenministerin Monika Bachmann adelte die Feuerwehr als wichtigen Bestandteil der Gesellschaft, die immer bereit sei, "wenn es bei uns brennt". Auch sie lobte die "grandiose Eigeninitiative" der Medelsheimer Wehr, die verdeutliche, wie wichtig ehrenamtliches Engagement sei, und rief dazu auf, in den Bemühungen nicht nachzulassen. Die Feuerwehr besitze jetzt ein funktionales, modernes und schönes Haus, stellte Kreisbrandinspekteur Uwe Wagner fest. Er nannte den Saarpfalz-Kreis als weiteren Finanzier. Aus der Feuerwehrschutzsteuer würden zehn Prozent der Baukosten in den Gemeindesäckel fließen, was gut angelegtes Geld sei. Bei der Segnung des Hauses hob Pfarrer Günter Broy die Bedeutung der Feuerwehr hervor. So könnten die Einwohner ruhig schlafen, seien Männer und Frauen im Ernstfall in Minutenschnelle zur Stelle.

Für Ortsvorsteherin Imelda Frenzel stand die Funktionalität des Hauses im Vordergrund. Damit unterstrich sie, wie wichtig eine zweckmäßige und bedarfsgerechte Ausstattung und Unterkunft der Feuerwehr für den Schutz der Bevölkerung und deren Sachgüter sei. Mit den Eigenleistungen hätten die Helfer einmal mehr unterstrichen, wie viel und wie unermüdlich die Feuerwehr zum Wohle der Allgemeinheit engagiert sei. Löschbezirksführer Jörg Welsch skizzierte den Umfang der Eigenleistungen: Los sei es gegangen mit der Elektroinstallation, gefolgt von Heizungs- und Wasserinstallation. Danach stellte man die Trennwände, übernahm die Spachtel- und Gipserarbeiten. Zu Beginn des letzten Sommers sei der Vorplatz gepflastert worden. Danach wurden die Decken auf den 200 Quadratmetern Nutzfläche abgehängt und verkleidet, um dann mit dem Verlegen der Fliesen weiter zu machen. Den Abschluss bildeten die Malerarbeiten, die Montage der Innentüren und das Aufstellen der Küchenzeile.

Auf der Grundfläche von 250 Quadratmetern sind so seit Juli 2011 eine nach der Planung des Architekturbüros Morschett aus Gersheim gebaute Fahrzeughalle mit separatem Lagerraum, das Büro für den Löschbezirksführer, Umkleideräume, Duschen und sanitäre Anlagen sowie ein Schulungsraum mit Teeküche und ein Technikraum entstanden.