Neue Chancen für Homburg

Homburg. Wie funktionieren grundlegende Prozesse in Zellen? Dieser Frage werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Homburg und Saarbrücken in einem neuen Sonderforschungsbereich an der Universität des Saarlandes nachgehen

Homburg. Wie funktionieren grundlegende Prozesse in Zellen? Dieser Frage werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Homburg und Saarbrücken in einem neuen Sonderforschungsbereich an der Universität des Saarlandes nachgehen. Die Physiker, Mediziner, Biologen und Bioinformatiker untersuchen in stark fächerübergreifenden Projekten zum Beispiel grundlegende physikalische Mechanismen von Zellbewegungen, Anhaftung von Bakterien an Oberflächen oder die Dynamik verschiedener Transportprozesse. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das interdisziplinäre Vorhaben über vier Jahre mit über neun Millionen Euro.Professor Heiko Rieger ist der Sprecher des neuen SFB. Der theoretische Physiker von der Universität des Saarlandes ist einer von neun Physikern der Saar-Uni, die zusammen mit 15 Medizinern, Biologen und Bioinformatikern diesen Fragestellungen nachgehen.

Die 24 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Natur- und Lebenswissenschaften forschen eng verzahnt in 17 Teilprojekten im neuen Sonderforschungsbereich. Die Bewilligung eines Sonderforschungsbereiches ist für jede Universität eine besondere Ehre und Anerkennung, denn die Universitäten stehen damit in einem bundesweiten Wettbewerb um die höchsten Fördergelder. Deshalb ist dieser neue Sonderforschungsbereich auch für Homburg eine große Chance, wissenschaftlichen Nachwuchs zu rekrutieren. Aber nicht nur das, auch Stellen für die Absolventinnen der medizintechnischen Fächer werden damit geschaffen. Fällt das Urteil der Gutachter nach vier Jahren positiv aus, kann der SFB weitere vier Jahre finanziert werden. Maximal werden Sonderforschungsbereiche zwölf Jahre lang von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. red

Die Mittel zur Förderung der Sonderforschungsbereiche erhält die Deutsche Forschungsgemeinschaft zu 58 Prozent vom Bund und zu 42 Prozent von allen Ländern gemeinsam. Die antragstellende Hochschule stellt außerdem die personelle und materielle Grundausstattung zur Verfügung.