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Neue Ausstellung im Kunstraum doris t. in St. Ingbert

Ausstellung : Neue Gemeinschafts-Ausstellung im „Kunstraum doris t.“

Aufgrund einer Flut von Anfragen hat sich Doris Tabillion dazu entschlossen, in ihrem St.Ingberter Kunstraum künftig Gemeinschaftsausstellungen auszurichten. So zeigen ab dem morgigen Samstag Chantal Fischer, Odile Weidig und Helmut Müller ihre Werke aus unterschiedlichen Bereichen der Bildenden Kunst: Chantal Fischer und Odile Weidig, beide aus dem grenznahen Frankreich und beide Mitglieder der ADAL (Amicale d’Artistes Lorrains), bleiben mit Aquarellen, Öl- und Acrylgemälden der zweidimensionalen Fläche verhaftet, während Helmut Müller mit seinen Holzskulpturen den Raum als die dritte Dimension ins Spiel bringt.

Er, der studierte Biologe aus Losheim, ist stets auf der Suche nach der gewachsenen Schönheit der Natur. Er findet sie in Wurzeln gefallener Bäume, in von Insekten durchlöcherten, von Pilzen befallenen oder anderen, dem Zerfall überlassenen Hölzern und versucht sie zu konservieren, indem er sie beschneidet, reinigt und mit Leinöl behandelt. Dadurch verhilft er den vielfältigen naturgegebenen Formen und Strukturen zu neuer Aufmerksamkeit. Gleichzeitig verleiht er dem anderweitig nicht mehr verwertbaren Holz ein neues, ästhetisch ansprechendes Erscheinungsbild, das mit vielen Überraschungen aufwartet.

Ein ähnliches Ziel verfolgt Chantal Fischer, wenn sie verlassene Plätze und Industriebrachen durchstreift, um den Emotionen solcher „lost places“ nachzuspüren. In Skizzen und Fotos fängt sie das ein, was sie später in ihren ausdrucksstarken Aquarellen zu neuem Leben erweckt: den Blick in die Vergangenheit, der in den Zeichen der Vergänglichkeit Geschichten zu erzählen vermag und die Fantasie des Betrachter in Gang setzt.

Wie Chantal Fischer, die sich vor mehr als 20 Jahren der Aquarellmalerei verschrieb, Mitglied der IWS France (International Watercolor Society) ist und sich über zahlreiche Preise freuen darf, so ist auch Odile Weidig stolz auf das Erreichte. Seit fast 30 Jahren malt sie in Öl und Acryl, ist Mitglied von „Who’s Who International“ und anderer Künstlervereinigungen und stellte in vielen Ländern der Welt aus. Auf dem Gebiet der abstrakten Malerei hat die mehrfach preisgekrönte Malerin es zu großer Meisterschaft gebracht. Ihre rätselhaften, assoziationsträchtigen Werke sind in zahlreichen Schichten mit Pinsel, Spachtel und ähnlichem gestaltet. Sie führen den Betrachter in farbintensive, kontrastreiche Bildwelten, die aus inneren Bildern geboren sind und Zuversicht verheißen.

Abseits der Realität“ Chantal Fischer, Aquarelle - Helmut Müller, Holzskulpturen - Odile Weidig, Gemälde. Galerie/Kunstraum „Doris T.“ in St. Ingbert, Kaiserstraße 29/Rickertstrasse 1 (Eingang Café Stube). Bis 13. Mai montags bis frteitags von 8 bis 18 Uhr, samstags 9 bis 17 Uhr, sonntags 14 bis 18 Uhr. Eröffnung am Samstag, 13. April, um 11 Uhr.