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Naturdenkmäler in St. Ingbert: Die Eibe im Elstersteinpark

Naturdenkmal in St. Ingbert : Klein, aber geschützt: Die Eibe im Elstersteinpark

Dieses Naturdenkmal muss man suchen, und das hat zwei Gründe. Zum einen steht die Eibe an der Kinderbetreuung im Haus Elsterteinpark hinter dem Haus, zum andern ist sie nicht so auffallend wie die meisten übrigen Naturdenkmale, die allein wegen ihrer Größe und Wucht beeindrucken.

Die Eibe ist dennoch frei zugänglich, ein Waldweg führt um das Mathildenstift der Arbeiterwohlfahrt herum und kommt am Spielgelände für die Kinder vorbei. Dort am Zaun sieht man einen schönen Baum neben dem anderen. Mächtige Eichen und Buchen sind höher als die Klinik, eine Lärche ragt gen Himmel, da wirkt die Eibe geradezu klein. Erst wenn man sich ihr nähert, findet man am Stamm das kleine grüne Dreieck, dass die Eibe als geschütztes Naturdenkmal ausweist. Warum das so ist, kann man gar nicht beantworten. Das Landesamt für Umweltschutz hat zu vielen Ausweisungen als Denkmal keine separate Begründung, auch hier ist das so. Vielmehr ist anzunehmen, dass im Arboretum, einer künstlichen Anlage verschiedenster Baumarten, die den Elstersteinpark auszeichnet, gerade die Artenvielfalt unterstrichen und die schönsten Bäume mehrerer Arten unter Schutz gestellt worden sind.

Nirgendwo sonst im Saarland gibt es so viele Naturdenkmale so eng nebeneinander auf so kompakter Fläche wie im Elstersteinpark. Hier geben sich die Baumriesen ein Stelldichein, was daran liegt, dass sie einst als Landschaftsgarten angelegt und in den 1960er Jahren nach langem Dornröschenschlaf wiederentdeckt wurden.

Zurück zur Eibe: Die mag kleiner sein als ihre Nachbarn, hat aber das Zeug sie alle zu überleben. Eiben können deutlich über 1000 Jahre alt werden. So ist es auch eine Eibe, die mit 1400 Jahren als ältester Baum in Deutschland galt, bis der Ort Hennersdorf, wo sie nahe Görlitz steht, 1945 an Polen fiel. Das Alter der St. Ingberter Eibe ist unbestimmt. Sie steht dennoch unter Naturschutz und ragt mit ihrer Krone in den Spielplatz.

Obwohl die Eibe giftig ist, überragt sie den Zaun. Spielende Kinder kommen mit den Ästen aber nicht in Berührung.