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Naturdenkmäler in der Region: Baumhasel in der Koelle-Karmann-Straße

Naturdenkmäler in St .Ingbert : Seltene Baumhasel zeigte sich sturmfest

Die Baumhasel am Leibniz-Gymnasium wurde 1938 von Bernhard Betz’ Vater gepflanzt. Betz, der heute noch in dem Haus gegenüber der Schule wohnt, erinnert sich an die Berichte seines Vaters, der von einer Baumschule aus Berlin den Setzling besorgt hatte.

„Wobei der junge Baum schon drei Meter hoch war“, ergänzt Betz und kennt sogar den Kaufpreis des Haselnussbaums. „Mein Vater zahlte 5,80 Reichsmark. Das war damals nicht wenig Geld“, so der Sohn. Mit 82 Jahren ist der Baum also noch recht jung und trotzdem ist er als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.

Diesmal ist es nicht das Alter des Baumes, das ihn zu etwas Besonderem macht, sondern die Baumart. „Er war damals und für lange Zeit der einzige kaukasische Nussbaum der Stadt. Erst in jüngerer Zeit kamen Bäume dazu, weil man inzwischen festgestellt hat, dass die tiefen Pfahlwurzeln das Grundwasser erreichen und der Baum so der zunehmenden Trockenheit bestens gewachsen ist“, sagt der Baumbesitzer und erklärt, dass das Holz ein sehr beliebtes Möbelholz sei. Tisch und Stuhl werden aus der Baumhasel in der Koelle-Karmann-Straße allerdings so schnell nicht gefertigt werden, da der Baumhasel vom Landesamt für Umweltschutz in die Denkmalliste eingetragen wurde. Damit übernimmt der Staat sogar die Pflege des Baums. Die unteren Äste wurde beschnitten, ansonsten ist die Krone unversehrt und blieb auch ohne Schäden, als das Sturmtief Wiebke 1990 mehrere benachbarte Birken umwarf und eine Birke den Hasel traf. „Das hat ihm nichts ausgemacht“, sagt Betz .