Närrisches Monopoly auf Hassels Straßen

Hassel. Jedes Jahr das gleiche Dilemma. Da am Tag des Ha-Fa-Zu auch der Spieser Umzug stattfindet, muss man bei den Hasselern auf einige Gruppen verzichten, da man sich bekanntlich nicht teilen kann

Ein Hasseler Kuckuck hatte beim Ha-Fa-Zu mit seiner monopolyspielenden "Wandervogel"-Truppe seinen Spaß. Foto: Cornelia Jung

Ein Hasseler Kuckuck hatte beim Ha-Fa-Zu mit seiner monopolyspielenden "Wandervogel"-Truppe seinen Spaß. Foto: Cornelia Jung

Hassel. Jedes Jahr das gleiche Dilemma. Da am Tag des Ha-Fa-Zu auch der Spieser Umzug stattfindet, muss man bei den Hasselern auf einige Gruppen verzichten, da man sich bekanntlich nicht teilen kann. Doch warum nicht aus der Not eine Tugend machen und das, was man hat, einfach verdoppeln "Wir sind, glaube ich, der einzige Ort im Saarland, in dem der Umzug zweimal vorbeikommt", rief Moderator Thomas Fries den Narren aus dem Fenster der Ortsverwaltungsstelle zu. Für die Kinder war das ein "gefundenes Fressen", konnten sie so doch jede Menge Popcorn, Chips, Gutzjer und Kaubonbons einheimsen. Zu den Klängen von "Die Karawane zieht weiter" schnappte sich das Kaltnaggischer Gardisten Corps seinen "Marketender"-Wagen, verließ das Rathaus, um pünktlich um 14.11 Uhr am Start zu sein. Am Wegrand hatte sich das närrische Publikum mit kalten Getränken für die heiße Phase der Fastnacht versorgt, während die Kleinsten ihre Beutel zückten und erwartungsvoll dem Zug entgegenfieberten. Und da war er schon. "Mexikaner" vom Rentrischer Musikverein heizten musikalisch ein, bevor sich die Sonne zeigte. Doch halt, es waren "nur" gut gelaunte Sonnenblumen der gleichnamigen Kita, die dem Zug gleich zu Beginn Farbe verliehen. Hintendran die Atta-Girls, die sich keinen Hasseler Umzug entgehen lassen. "Oh guck mal, der ist ja halbnackt", so der erstaunte Ausruf einer Frau, als sie die Fußgruppe der Hasseler Feuerwehr zu Gesicht bekam. Und es war nicht der Kaiser mit seinen neuen Kleidern, sondern die Flintstones, die da mit ihren knappen orangenen Hemdchen der Kälte trotzten. Ein besonderer Gruß des Sprechers ging an die Kirkeler Burgnarren: "Schön, dass ihr da seid. Wenn ihr mal einen eigenen Umzug habt, kommen wir dann auch." Versprochen! Nicht wiederzuerkennen waren die Rohrbacher Geierfrauen, die als "bärenstarkes" Team den gemeinsamen Winterschlaf beendet hatten. Upps, da waren sie ja schon wieder. Nein, diesmal war es wohl der Bärennachwuchs vom Jugendclub Hassel, der zur selben Zeit seinen "Bau" verließ. Mitten auf der Straße spielten nicht nur die Sulzbacher "Node Pirade" ihre Guggemusik, sondern die Hasseler Wanderer Monopoly. "Griechen wir das noch hin?", fragte sich die Besatzung der "AirBerlin" und warf schon mal doppeldeutig "Euros" aus dem Flieger. Ein "letzter Gruß" vom Moderator ging an die Polizei, die mit eigenem "Motivwagen" und "der neuesten Led-Lichtanlage" für Ordnung sorgten. con