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Nächster Schritt im VerkehrskonzeptBlieskasteler SPD kritisiert "Parkdruck-Verschärfung"

Nächster Schritt im VerkehrskonzeptBlieskasteler SPD kritisiert "Parkdruck-Verschärfung"

Er sorgt für die Anbindung an den künftigen Busbahnhof gegenüber der Bliesgau-Festhalle: Der Kreisel an der Blickweilerstraße wurde am Montag per Spatenstich auf den Weg gebracht. Für Bürgermeisterin Faber-Wegener ist die Baumaßnahme ein "Meilenstein in der Geschichte Blieskastels."

Blieskastel. Die Umsetzung des Verkehrskonzepts in Blieskastel geht weiter. Am Montag erfolgte der Spatenstich zum Kreisverkehrsplatz ("Kreisel") an der Blickweilerstraße. Bereits bei der Einweihung der neuen Bliesbrücke hatten alle Verantwortlichen darauf hingewiesen, dass "sich die Baumaßnahmen nun in Richtung Innenstadt" fortsetzten, wie es Michael Hoppstädter, Direktor des Landesamtes für Straßenbau (LfS), formulierte. Der Kreisel an der Einmündung zur Blickweiler Straße ist ein wichtiger Teil des Verkehrskonzeptes des Stadt Blieskastel, erfolgt doch hier die Anbindung an den zukünftigen Busbahnhof gegenüber der Bliesgau-Festhalle. "Diese Baumaßnahme ist ein Meilenstein in der Geschichte der Stadt Blieskastel", erklärte Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener beim Spatenstich. Man setze das Verkehrskonzept nun stringent um, um Blieskastel fit für die Zukunft zu machen. "Schon die bisher durchgeführten Maßnahmen, der Kreisel in Blieskastel an der Bliesbrücke sowie der Kreisel in Webenheim haben bereits zu einer spürbaren Entlastung der Verkehrssituation geführt", stellte die Verwaltungschefin fest. Die Maßnahme wird von einer Saarbrücker Baufirma ausgeführt, was das Ergebnis einer öffentlichen Ausschreibung war. Beteiligt an den Baumaßnahmen sind neben dem federführenden LfS auch die Stadtwerke Bliestal, die insgesamt knapp 45 000 Euro in die Verlegung von Versorgungsleitungen investieren. Die gesamte Maßnahme kostet knapp 1,1 Millionen Euro, davon trägt das LfS 163 000 Euro. Der Kreisverkehrsplatz kostet rund 460 000 Euro, der Busbahnhof rund 420 000 Euro. Außer den Kosten für die Tiefbaumaßnahmen müssen noch rund 90 000 Euro für das Fahrgastinformationssystem eingeplant werden, zudem etwa 280 000 Euro für die Wartehallen, die WC-Anlage sowie den Kiosk. An Planungskosten fallen 100 000 Euro an. Dies alles sind sogenannte Brutto-Beträge, hier sind noch keine Zuschüsse abgerechnet. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Anfang September geplant (3. oder 10. September), als Bauzeit rechnet man 300 Werktage. Zunächst werden die Versorgungsleitungen umgelegt, anschließend beginnen die Bauarbeiten für den Kreisel. Es ist geplant, während der Herbstferien eine Vollsperrung der Blickweiler Straße durchzuführen. In diesem Zeitraum soll der Anschlussbereich der Blickweiler Straße an den neuen Kreisel gebaut werden. Für die weiteren Baumaßnahmen wird der Verkehr mit halbseitiger Sperrung durch den Baustellenbereich geführt, man wird - so die Experten - weitestgehend ohne Ampel auskommen. Blieskastel. Die Blieskasteler SPD-Stadtratsfraktion kritisiert nach wie vor die Standortentscheidung für den Busbahnhof. "Der Standort vor der Bliesgau-Festhalle ist denkbar ungeeignet, da fast 100 Parkplätze verschwinden, die an anderer Stelle zeitnah nicht entstehen", so Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat Achim Jesel am Montagabend in einer Pressemitteilung. "Für Blieskastel bedeutet dies für Jahre eine Verschärfung des Parkdrucks und eine Zunahme des Parkplatzsuchverkehrs, für die Geschäfte in der Innenstadt Kaufkraftverlust durch das Fernbleiben der Kunden." red"Diese Baumaßnahme ist ein Meilenstein in der Geschichte der Stadt Blieskastel."

Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener