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Nach dem Rathaussturm ging's in die Rohrbacher Geiernester

Nach dem Rathaussturm ging's in die Rohrbacher Geiernester

Rohrbach. Oh ja, da musste Martin Wirtz ja Angst bekommen. Der Rohrbacher Ortsvorssteher sah von seiner erhöhten Position am Fenster des alten Rathauses eine in eine musikalische Wolke gebettete bunte Narrenschar auf sich zukommen. Doch am Anfang des Zuges, der um 11

Rohrbach. Oh ja, da musste Martin Wirtz ja Angst bekommen. Der Rohrbacher Ortsvorssteher sah von seiner erhöhten Position am Fenster des alten Rathauses eine in eine musikalische Wolke gebettete bunte Narrenschar auf sich zukommen. Doch am Anfang des Zuges, der um 11.11 Uhr vor dem Stadtwerke-Gebäude haltmachte, waren schwarz gewandete Frauen, die dem "Rathaus"-Chef ganz schön einheizten. Beide Seiten schenkten sich beim Kampf um den "Haustür"-Schlüssel nichts. "Roswitha, ich habe Angst vor dir", gestand Wirtz dann auch der "Sprecherin" der Geierfrauen, "ob Sonne, ob Regen, Fastnacht ist ein reiner Segen." Ob er das nach dem verbalen Schlagabtausch mit den Rohrbacher Urgesteinen noch genau so sah, ist nicht bekannt, fand man doch bei der 12. Rathausstürmung so manches Kosewort für den "Neuen".

Plattgesicht, Perückenschaf, zappelndes Kranzkohlgesicht mit wenig Geschmack, Platzpatron, Glatzkopfgesicht und kahle Beamtenkröte waren nur einige der Nettigkeiten, die nach oben durchs Fenster flogen. "Han' de Bodo und de Hans kleen kriet, do werre ma das bei dir aa schaffe!", gaben sich die Geierfrauen siegessicher. Und ziemlich kampflos wurde denen dann auch das Feld und der Schlüssel überlassen mit dem Argument "lieber ein Rathaus voller Weiber als eingedrückte Männerleiber". Während die Narren drinnen ausgelassen feierten, begannen die Geierfrauen von Nest zu Nest zu ziehen. Mit guter Laune wurden so auch die Häuser von Liane, Elisabeth und Heidi erobert. con

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