Nach acht Jahren neue Wege gehen78 Schüler verlassen das Leibniz-Gymnasium mit dem Abitur

Nach acht Jahren neue Wege gehen78 Schüler verlassen das Leibniz-Gymnasium mit dem Abitur

St. Ingbert. Die Lehrer des Leibniz-Gymnasiums hätten die Abiturienten sicher alle gern so gehabt, wie beim ersten Musikstück der Abifeier - kraftvoll, individuell und doch halbwegs synchron. "Ihr seid Individuen, Individualisten, (...) die auf vielfältige Weise (..

St. Ingbert. Die Lehrer des Leibniz-Gymnasiums hätten die Abiturienten sicher alle gern so gehabt, wie beim ersten Musikstück der Abifeier - kraftvoll, individuell und doch halbwegs synchron. "Ihr seid Individuen, Individualisten, (...) die auf vielfältige Weise (...) aufgefallen sind", so Schulleiterin Beatrix Lafontaine, nachdem sie keinen Zweifel daran ließ, dass Statistik wenig über die Schüler aussagt. Trotzdem ein paar Zahlen: 78 Schüler erhielten ihr Abiturzeugnis, wovon 58 ihr Ziel "ohne Verzögerung" erreichten. Einige brauchten ein Jahr länger. Ein verstecktes G9 sozusagen, ganz legal. Dumm waren sie nicht die 43 Jungs und 35 Mädchen, was sie zum Abi-Motto "Die Götter verlassen den Olymp" veranlasste. Jetzt konnten sie sich die flotten Sprüche leisten, doch die Schulleiterin holte sie von ihrem "Götterthron" auf die Erde zurück.: "Heißt das, Sie verlassen uns (...) fernab der Menschheit und es bedeutet das Herabsteigen in die Niederungen der Welt?" Oder ist es doch eher ein Aufstieg? Viele fühlten sich nun göttlich, schwebten in anderen Sphären. "Retten Sie dieses Gefühl in den Alltag", so Lafontaine "und eines Tages kehren sie vielleicht in den Olymp, unsere Schule, zurück." Und dann kam Thomas Meyer, der mit biblischen Metaphern nicht geizte und den Schulabgang mit der Vertreibung aus dem Paradies verglich. "In einer Stunde gehört die Institution Schule nicht mehr zu Ihrer Lebenswelt. In den vergangenen Jahren wurden Ihnen Entscheidungen abgenommen. Eine Instanz hat entschieden, dass der Unterricht halb acht anfängt. Eine andere, dass acht Jahre Schule für Sie ausreichend sind und zuletzt wurde entschieden, dass es jetzt genug war." Pflicht sei das Funktionieren gewesen. Und die gute Nachricht zuletzt: Eine bestandene Prüfung kann nicht wiederholt werden. "Sie sind draußen", so Meyer. "Verträumen Sie nicht Ihr Leben, leben Sie Ihren Traum. Es war schön mit Ihnen zu streiten und Sie zu loben", verabschiedete er sich von den Ehemaligen. "Was macht dieser Zettel (das Zeugnis) mit uns? Es befähigt zum Hochschulstudium", stellte Lukas Becker in der Abiturientenrede nüchtern fest. Präsent sei noch der Tag des Eintritts "ins Leibniz", wo alle anderen sie sehen wollten, "die Kleinen, die Fünfer". Damals schienen die acht Jahre eine unüberbrückbare Zeit zu sein. Vieles änderte sich - und doch blieb alles irgendwie gleich, wenn auch auf anderem Niveau. War es früher der Gameboy, ist es heute das I-Pad, sammelte man damals Pokemon-Bildchen, sind es heute Apps, und auch Fußball-WM und EM kamen und gingen. Gut gerüstet fühlten sie sich nun, und der Spaß ist ihnen nicht vergangen. Die Eltern waren stolz und hätte Melanie Biet, die Schulelternsprecherin, einen Hut gehabt, so hätte sie ihn vor den Abiturienten gezogen. Die Jahre seien eine Reise gewesen, auf die die Kinder mit einem festen Ziel geschickt wurden - dem Abitur. Wechselnde Reiseleiter (drei Schulleiter) und Animateure (die Lehrer) und andere Ziele (vom Neu- in den Altbau) hätten den "Schulweg" bestimmt. Unterwegs gingen einige Reisende verloren und gerade deren Routen seien es gewesen, die eines zeigten: Viele Wege führen zum Olymp. "Ab morgen heißt es, Welt ich komme", so Melanie Biet, und schickte die Abiturienten auf eine neue Reise, um mit selbst geschnürtem Gepäck Gipfel zu erklimmen und ihren Horizont zu erweitern. Die Abiturienten des St. Ingberter Leibniz-Gymnasium: Annalena Balke, Rohrbach; Zoé Baronsky, Ommersheim; Maximilian Baus, St. Ingbert; Dominik Becker, St. Ingbert; Julia Becker, St. Ingbert; Lukas Becker, Ommersheim; Maximilian Becker, Spiesen-Elversberg; Jonathan Behr, Rohrbach; Melina Biet, St. Ingbert; Jan Niklas Braun, Rohrbach; Mareike Breier, St. Ingbert; Jasmin Charouf, St. Ingbert; Cedric Dahlem, St. Ingbert; Natascha Ermers, St. Ingbert; Nils Exner, Saarbrücken-Scheidt; Hendrik Frisch, Ommersheim; Maximilian Frisch, Ormesheim; Saskia Gawlitza, St. Ingbert; Maximilian Gebhardt, Rohrbach; Nico Graf, St. Ingbert; Laura Groh, Spiesen-Elversberg; Zoé Grünwald-Hober, Ommersheim; Heike Habermann, Spiesen-Elversberg; Erik Hager, St. Ingbert; Jessica Hahn, Ormesheim; Laura Hahn, Ormesheim; Martina Hajas, Spiesen-Elversberg; Mariel Hermanns, Hassel; Tim Hoffmann, Wittersheim; Samuel Ikas, St. Ingbert; Florian Jung, Rentrisch; Guido Jungfleisch, St. Ingbert; Natascha Kirsch, Niederwürzbach; Isabelle Klein, Ormesheim; Amelie Kleinbauer, Saarbrücken-Scheidt; Philipp Kruchten, Spiesen-Elversberg; Jan Kunz, St. Ingbert; Florian Kurtaj, St. Ingbert; Alexandra Kuttig, Wittersheim; Christian Leyk, Blieskastel-Seelbach; Maximilian Lilpob, Wittersheim; Anika Liu, St. Ingbert; Alexander Lux, St. Ingbert; Pascal Mangold, Saarbrücken; Thomas Müller, Rohrbach; Alexander Nuhn, Hassel; Sabrina Pitsch, Ommersheim; Michelle Post, Ommersheim; Lisa Quint, Ormesheim; Katharina Rank, St. Ingbert; Yarik Rebmann-Glimm, Hassel; Dominik Reise, St. Ingbert; Niklas Remark, St. Ingbert; Fabian Ritter, Rentrisch; Vera Rückert, St. Ingbert; Christian Sand, Wittersheim; Philipp Sassenberger, St. Ingbert; Svenja Scherer, Ommersheim; Simon Scheller, St. Ingbert; Johanna Schlawinski, St. Ingbert; Paul Schmelzer, Spiesen-Elversberg; Alexander Schmieden, St. Ingbert; Alexander Schommarz, Bliesdalheim; Lukas Schreck, Rohrbach; Sebastian Seidens, Aßweiler; Bettina Sorich, Rentrisch; Lars Steinmann, St. Ingbert; Annika Stemmler, St. Ingbert; Sandro Stephan, St. Ingbert; Egzon Sutaj, Oberwürzbach; Anna Traub, Ormesheim; Melanie Wagner, Rohrbach; Caroline Walter, Rohrbach; Michelle Weber, Medelsheim; Alexander Weihe, Rohrbach; Sascha Welter, Rohrbach; Alinor Werner, Oberwürzbach; Nathalie Zetzmann, St. Ingbert. red