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Montessori-Grundschule in Oberwürzbach wünscht Kooperation

Ortsrat : Montessori-Grundschule will Kooperation mit Ort und Vereinen

In der Ortsratssitzung stellte die Schulleitung einige Projekte vor. Außerdem möchte die Schule mehr mit dem Ort kooperieren. Dafür gibt es bereits Pläne.

Es besteht schon länger der Wunsch der Leitung der Montessori-Grundschule, sich stärker mit dem Stadtteil Oberwürzbach zu vernetzen. Dazu trug einmal mehr der gelungene Weihnachtsmarkt auf dem Gelände der Schule Am Hasenfels im Dezember 2018 bei, den auch „Schulfremde“ unterstützten. „Das Projekt Weihnachtsmarkt kam gut an. Schön wäre es deshalb, noch stärker mit dem Ort zusammenzuarbeiten“, so Schulleiterin Melanie Schmitt in der jüngsten Ortsratssitzung.

Wie sie sagte, sei das Interesse an der Schulform ungebrochen hoch, so dass ab dem kommenden Schuljahr die dritte Lerngruppe aufgemacht werden könne. Die Schule hatte vergangenes Jahr ein „Plastikfasten“ eingelegt. „Dieses Thema treibt uns um“, so Schmitt, „die Kinder wollen einfach was tun.“ Deshalb werde in Kürze die Fastenzeit genutzt, um ein siebenwöchiges Projekt zum „Klimafasten“ durchzuführen. In dieser Zeit werden sich die Kinder mit dem Klima und seinem Wandel beschäftigen – als Fachmann wurde ein Meteorologe gewonnen. Es wird Achtsamkeitsübungen geben und die Zusammenarbeit mit einer Fairtrade-Expertin. Außerdem werden die Kinder eine Kleiderkammer besuchen, selbst einen Flohmarkt organisieren und sich zu Energiedetektiven ausbilden lassen.

Eine Woche steht ganz im Zeichen der Mobilität und der bewussten Nutzung von Fahrrad und den eigenen Füßen. Nicht zuletzt werden die Kinder gemeinsam mit einer Ernährungswissenschaftlerin erarbeiten, was es heißt, wenn Tiere artgerecht leben. In diesem Zusammenhang wird ein gesundes veganes Mittagessen gekocht und über Stadtbauernhöfe informiert. Wie Melanie Schmitt erzählte, wollen Vertreter der Schule im April an einem Kongress „Klimaschutz in Schule und Kommune“ in Frankfurt teilnehmen. Wenn möglich, wünsche sich die Schule hier die Zusammenarbeit mit dem Ort.. Das könne auch im Kleinen beginnen, denn die Bildungseinrichtung hat vor drei Monaten das Café Hasenfels ins Leben gerufen, das bisher noch intern läuft, sich aber bis Mai für alle öffnen will. Einmal im Monat würden die Kinder und ihre Eltern dafür backen. Neben gesunden schmackhaften Kuchen gebe es dann auch die Möglichkeit des Austauschs über Schulmauern hinweg.

„Das ist heute hier der erste Aufschlag der Schule, die sich einfach mal bei uns vorstellen wollte. Das Café für Jedermann ist eine tolle Einrichtung für unseren Ort“, zeigte sich Ortsvorsteherin Lydia Schaar begeistert, „ich finde es richtig gut, dass man versucht, den Ort zu integrieren. Für euch ist es ein Projekt, aber für Oberwürzbach könnte eine richtig gute Geschichte daraus entstehen.“ Und die Gedanken der Schulleiterin gehen noch weiter. Grünflächen oder Streuobstwiesen im Ort könnten von den Schülern gepflegt werden, um „Essbares“ davon zu gewinnen. So könne man sich ein gemeinschaftliches Pflegen und Nutzen solcher Flächen mit dem heimischen Obst- und Gartenbauverein vorstellen. Auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Patrick Schmitt lobte das Engagement der Projektgruppe, das zusätzlich zum Schulbetrieb laufe. Die Montessori-Schule sei ein Pluspunkt für den Ort. Für den Ortsrat war es keine Frage, das Anliegen der Schule aufzugreifen und ihr zur Seite zu stehen. „Wir werden das aktiv unterstützen und nicht nur wohlwollend begleiten“, so die Ortsvorsteherin.