Möbelhandel kommt am Montag ins Rollen

Möbelhandel kommt am Montag ins Rollen

536 Tage liegen zwischen Stadtratsbeschluss und Startschuss: Am Montag öffnet der Gelsenkirchener Möbeldiscounter Roller seine 110. Filiale in Deutschland, seine zweite im Saarland und die erste in St. Ingbert. Wir durften am Freitag schon einen Blick hineinwerfen.

Es ging geheimnisvoll und alles andere als harmonisch los: Die Ankündigung, dass ein Möbel-Mitnahmemarkt in die Stadt kommen will, erhitzte die Gemüter. Der Ortsrat Mitte lehnte die Pläne geschlossen ab, der Stadtrat stimmte mit breiter Mehrheit dafür - Vergangenheit. Am Montag ist es soweit. Nach nicht einmal einem Dreivierteljahr Bauzeit öffnet der laut Unternehmensangaben erste und größte Möbel-Discounter Deutschlands um 9 Uhr die Türen. "Dieser Markt wurde in Rekordzeit fertiggestellt", sagt Roller-Regionalmanager Mario Cobernuß. "Wir freuen uns, dass wir hier endlich ans Netz gehen." Und wenn es nach dem 50-Jährigen geht, dann dürfen sich auch die Kunden freuen. Zahlreiche Sonderangebote und Aktionen werden gestartet, es winken Preisnachlässe bis zu 80 Prozent. Ein Luftballon-Modelleur wird vor Ort sein, beim Dreh am Glücksrad warten Rabatt-Gewinne. Bis zum nächsten Samstag läuft zudem ein Gewinnspiel. In der Verlosung ist als Hauptgewinn - natürlich - ein Roller.

Für den zu erwartenden Besucher-Ansturm am Eröffnungstag sieht Cobernuß den Markt und das Team gerüstet. "Wir haben Einweiser, die die Situation auf dem Parkplatz koordinieren, und wir öffnen zu unseren drei regulären Kassen noch vier Not-Kassen." 42 Menschen, von denen 38 aus der Region stammen und vier weitere, die im Saarland eine neue Heimat gefunden haben, stehen ab Montag bei Roller in Lohn und Brot. Das Team wird am Eröffnungstag von erfahrenen Kräften unterstützt. Die Stamm-Mannschaft könne aber noch größer werden - wenn der Laden gut läuft.

Mit einer Fläche von 7500 Quadratmetern platziert sich der Standort St. Ingbert im Mittelfeld der Roller-Märkte. Er gilt als einer der Hellsten. Beim jüngsten Kind der Markt-Familie wurden Geburtsfehler wie beim bislang einzigen saarländischen Standort in Bous behoben, der ursprünglich etwas zu dunkel geriet. Eine starke Rolle nimmt das Angebot an Sitzgarnituren ein. "Hier", sagt Mario Cobernuß, "sind wir die Nummer zwei." Ebenfalls üppig ist auf dem früheren Glashütten-Gelände an der Oststraße das Angebot an Küchen, Betten und Schränken. Überall warten preisgünstige Gebrauchsartikel, die im Roller-Jargon Gibt's-doch-gar-nicht-Artikel genannt werden. Letzter Schritt vor der Premiere ist nun die Endreinigung, damit am Montag um 9 Uhr alles blitzt und blinkt. Dafür sorgt eine Kolonne von 20 Kräften.

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