Mit Papierhüten durch die Sommerhitze

St Ingbert · Bis zu 45 Kinder kommen derzeit ins Kinderhaus, um am Ferienprogramm des Kinderschutzbundes, Ortsverband St. Ingbert, teilzunehmen. In der ersten Woche haben sie sich mit dem Thema Papier befasst, diese Woche geht es um „Helfer an unserer Seite“.

 Nachdem die Kinder tolle Papierhüte gebastelt haben, wurden sie geschminkt. Foto: Yvonne Handschuher

Nachdem die Kinder tolle Papierhüte gebastelt haben, wurden sie geschminkt. Foto: Yvonne Handschuher

Foto: Yvonne Handschuher

Ein schicker Sommerhut schützt vor Hitze. Ein selbst gebastelter Hut aus Zeitungspapier, versehen mit farbenfrohen Schleifen, begeisterte vergangene Woche Kinder, die am Ferienprogramm des Kinderschutzbundes, Ortsverband St. Ingbert , teilgenommen haben. In den beiden ersten Wochen in den Sommerferien kommen täglich zwischen 40 und 45 sechs- bis 12-Jährige ins Kinderhaus in die Rickertstraße. Acht Betreuer haben jeden Tag ein Programm für die Teilnehmer geschnürt. In der ersten Woche stand alles unter dem Motto Papier , in der zweiten Woche geht es um "Helfer an unserer Seite". Für dieses "Rundum-Sorglos-Paket" zahlen die Eltern 50 Euro pro Woche, dazu kommen zwei Euro täglich fürs Mittagessen, das eine Metzgerei anliefert.

"In Zusammenarbeit mit der Stadtjugendpflege und im Auftrag des Kreisjugendamtes überlegen wir uns mit den Betreuern ein Programm, das den Kindern gefallen könnte", sagt die erste Vorsitzendes des Kinderschutzbundes in St. Ingbert , Ute Strullmeier, im Gespräch mit unserer Zeitung. Sie erzählt auch, dass die Kinder auch manchmal Wünsche äußern. Natürlich findet in den beiden Wochen nicht alles im Kinderhaus statt. So waren die Kinder mit ihren Betreuern in der ersten Woche beispielsweise in der Kunsthochschule und haben Bücher gefertigt.

"Am Ende hatten wir richtig tolle Ergebnisse", schwärmt Strullmeier. Im Wald hat die Gruppe an einem anderen Tag geschaut, wo Papier eigentlich herkommt. Wenn es um das Thema "Helfer an unserer Seite" geht, besuchen die Kinder die Feuerwehr, die Polizei und das THW. Das Rote Kreuz kommt sogar ins Kinderhaus - bepackt mit Pflaster und Verbänden. "Das Programm des Kinderschutzbundes findet immer in den ersten beiden Ferienwochen statt", erklärt Strullmeier. In den letzten beiden Wochen bietet der Stadtjugendpfleger etwas an und ansonsten bietet auch die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) in St. Ingbert zwischen dem 18. Juli und dem 12. August eine Ferienbetreuung an. Das Ferienprogramm des Kinderschutzbundes gibt es laut Strullmeier seit 2002. "Früher, als die FGTS noch nicht so gut ausgebaut war wie heute kamen zu uns teilweise zwischen 60 und 70 Kinder." Zu den Betreuern gehören Lehrer, Sozialarbeiter, Tagesmütter. Wie Strullmeier erklärt, müssen alle Betreuer die Jugendleiter-Ausbildung (Juleica) haben.

Den Kindern gefällt das Programm des Kinderschutzbundes. "Es ist schön hier, die Betreuer sind nett und wir haben spannende Themen", sagt der elfjährige Cedric während er damit beschäftigt ist, einen Papierhut zu basteln. Und da geben ihm die elfährige Anna-Lena und die elfjährige Rouha Recht.