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Mit einer mobilen Rampe wird die Stadt ein bisschen barrierefreier

Mit einer mobilen Rampe wird die Stadt ein bisschen barrierefreier

Eine mobile Rampe wird Rollstuhlfahrern künftig in der St. Ingberter Innenstadt ermöglichen, Geschäfte und Restaurants zu erreichen, die nicht barrierefrei sind. Geschäftsleute können die Rampe im Restaurant Times ausleihen.

Es ist gleichermaßen simpel wie wirkungsvoll: Man nehme eine mobile Rampe aus Aluminium, Kostenpunkt 106 Euro, lege diese an die Außentreppe eines St. Ingberter Geschäftes oder Lokales an und schon kommen Rollstuhlfahrer auch in Läden, die sie vorher noch nicht gesehen haben: Eine kurzfristige Lösung für Barrierefreiheit. Der St. Ingberter Bürgermeister Pascal Rambaud hat jetzt eine solche Rampe gespendet und am Mittwochabend Torsten Ullrich, einem der Besitzer des Restaurants Times in der Kaiserstraße übergeben. Dort wird die Aluminium-Rampe, die zusammenklappbar und leicht verstaubar ist, gelagert. "Die anderen Geschäftsleute können die Rampe bei Bedarf ausleihen", sagte Rambaud am Mittwochabend. Man habe das Times ausgewählt, da es in der Mitte der Fußgängerzone liege, von der restlichen Kaufmannschaft und den Gastronomen gut zu erreichen sei und auch lange geöffnet habe. So sei sichergestellt, dass viele die Rampe nutzen könnten.

Der Ideengeber für eine solche Rampe war der 29-jährige Boris Nicolai, der selbst im Rollstuhl sitzt. "Es ist oft so, dass man vor einem Geschäft geht und nicht reinkommt. Deswegen habe ich bei Pascal Rambaud angeregt, etwas für die Barrierefreiheit der Stadt zu tun", berichtete Nicolai, der die Rampe am Mittwochabend sofort ausprobiert hat.

Wünschenswert wäre es laut Nico Ganster, dem Vorsitzenden von Handel und Gewerbe, auch Nachahmer zu finden. Dass Geschäftsleute die Rampe also nicht nur ausleihen, sondern selbst eine anschaffen.