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Ministerinnen üben Schulterschluss: Region bleibt gentechnikfrei

Ministerinnen üben Schulterschluss: Region bleibt gentechnikfrei

„Es ist eindeutig belegt, dass die absolute Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher keine gentechnisch veränderten Lebensmittel kaufen will“, sagte am Mittwoch die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Bündnis 90/ Die Grünen) auf dem Eichelberger Hof im Mandelbachtal, wo sie zusammen mit ihrer saarländischen Amtskollegin Anke Rehlinger (SPD) die Beitrittsurkunde zum „Europäischen Netzwerk gentechnikfreier Regionen“ unterzeichnete (wir berichteten). Das Saarland und Rheinland-Pfalz erklären damit – rechtlich unverbindlich, aber im schwarz-rot-grünen Schulterschluss –, dass sie im Verbund mit der Landwirtschaft unbedingt gentechnikfrei bleiben wollen.



"Das ist schon eine kleine politische Sensation, dass hier SPD, CDU und Grüne einen Weg gehen", sagte Höfken, die eigens zu dem Termin von Mainz ins Mandelbachtal gekommen war. Anschließend reiste sie mit Rehlinger zum Bannsteinhof in Zweibrücken-Mörsbach, um dort auf rheinland-pfälzischem Boden nochmal den gleichen Akt zu vollziehen und für die Kampagne in beiden Ländern zu werben. Der Mittwoch war ausgesucht worden, weil an diesem Tag der "Internationale Tag der Artenvielfalt" war und die beiden Landesregierungen ein Zeichen setzen wollten. "Wir wollen die Landwirtschaft, die Lebensmittel und die Wildpflanzen vor gentechnischen Verunreinigungen schützen", sagte Rehlinger. 58 Regionen gehören dem Netzwerk an, darunter auch Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, also inzwischen alle Bundesländer entlang der Rheinschiene und das Saarland.

Ziel des Netzwerkes, das sich in Ommersheim auch vorstellte, ist es, den Ruf regionaler Produkte zu schützen. "Derzeit ist Deutschland noch frei vom Anbau gentechnisch veränderter Organismen", erklärten die Ministerinnen, die diese Situation unbedingt erhalten wollen.