Unser Dorf hat Zukunft: Minister Jost wirbt für Teilnahme an „Unser Dorf hat Zukunft“

Unser Dorf hat Zukunft : Minister Jost wirbt für Teilnahme an „Unser Dorf hat Zukunft“

Wettbewerb sorgt für mehrt Lebensqualität im ländlichen Raum. Doch die Bereitschaft der Dörfer mitzumachen sinkt.

(red) „Der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ hat in den vergangenen Jahrzehnten für einen enormen Zuwachs an Lebensqualität im ländlichen Raum gesorgt. Er ist zu einem wichtigen Motor der ländlichen Entwicklung geworden und zeigt uns immer wieder aufs Neue, was engagierte Menschen in ihrem Dorf bewegen können“, sagt Umweltminister Reinhold Jost. Für den Ortsvorsteher aus Überzeugung und zuständigen Minister Gründe genug, für „Unser Dorf hat Zukunft“ die Werbetrommel zu rühren. Denn trotz erfolgreicher Bilanz ist der Wettbewerb im Saarland längst kein Selbstläufer mehr. Von Jahr zu Jahr sinkt die Bereitschaft der Dörfer mitzumachen. Dies zeigte sich jetzt beim Wettbewerb auf Kreisebene wieder besonders deutlich: Im Landkreis Neunkirchen und im Stadtverband Saarbrücken kam diesmal wegen zu geringer Anmeldezahlen keine Beteiligung zustande.

Minister Jost möchte nun das Engagement der insgesamt sechs Kreissieger (Scheiden, Oberesch, Hoof, Remmesweiler, Wittersheim und Bliesmengen-Bolchen) besonders honorieren und sie bei der weiteren Vorbereitung des im kommenden Jahr stattfindenden Landeswettbewerbs unterstützen. „Wir bieten den Teilnehmern für Beratungsleistungen, die sie zur Vorbereitung des Landesentscheids in Anspruch nehmen möchten, eine Förderung an“, so Jost. Ein solches „Dorf-Coaching“ könne zum Beispiel die weitere Bürger-Beteiligung etwa durch Workshops umfassen, das Erstellen von Infomaterial/Broschüren oder eine Ablaufplanung für die Jury-Bereisung und Präsentation. Das Umweltministerium ermöglicht für solche Leistungen eine Förderung in Höhe von bis zu 65 % der förderfähigen Kosten (maximale Gesamthöhe der förderfähigen Kosten: 10 000 Euro).

Die Kreissieger haben nun Zeit bis Sommer 2018, ihre Ideen und die Präsentation des Dorfes weiter zu entwickeln. Im Dezember 2018 wird der saarländische Landessieger als Teilnehmer für den Bundeswettbewerb nach Berlin gemeldet. Im Januar 2020 werden dann die Bundessieger im Rahmen der „Grünen Woche“ in Berlin ausgezeichnet.

Als zusätzlicher Anreiz wurde von Minister Jost erstmalig begleitend zum Dorfwettbewerb ein eigener Sonderpreis „Miteinander leben im Dorf“ ausgelobt. Gewürdigt werden soll ein Dorf, das sich im Unterschied zur Gesamtbetrachtung des Dorf-Wettbewerbes durch ein konkretes und besonders nachahmenswertes Projekt im Bereich der sozialen Dorfentwicklung, also der Förderung des Miteinanders im Dorf auszeichnet. Der Sonderpreis ist mit einem Preisgeld von 2500 Euro, also in gleicher Höhe wie der Landessieg beim Dorfwettbewerb, dotiert.

Die Kreisjurys haben aus den Reihen der am Wettbewerb teilnehmenden Dörfer in diesem Jahr erstmals zusätzlich einen Anwärter auf diesen Sonderpreis ausgewählt. Im Landkreis Merzig-Wadern fiel die Wahl auf Bietzen, im Landkreis Saarlouis auf Biringen, im Landkreis St. Wendel auf Überroth-Niederhofen und im Saarpfalz-Kreis auf Höchen. Diese Dörfer werden ebenfalls im Rahmen der Bereisung der Landesjury im Sommer 2018 besucht. Ende 2018 wird der Gewinner des Sonderpreises „Miteinander leben im Dorf“ zusammen mit dem Landessieger des Dorfwettbewerbes gekürt.

Jost: „Es geht bei diesem Wettbewerb nicht nur um Urkunden und Medaillen, die Teilnehmer bringen vor allem die Entwicklung ihrer Dörfer voran, sorgen für mehr Lebensqualität. Wir haben im Saarland nicht viel Geld, aber pfiffige Ideen.“

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