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Milch-Wette: Homburger und St. Ingberter Schüler wollen am Freitag 1000 faire Shakes verkaufen

Milch-Wette: Homburger und St. Ingberter Schüler wollen am Freitag 1000 faire Shakes verkaufen

Es ist eine lustige Geschichte mit einem ernsten Anliegen. Am Freitag wollen Schüler des Homburger Mannlich-Gymnasiums und des Leibniz-Gymnasiums in St. Ingbert je 500 Milchshakes verkaufen. Sollte ihnen dies gelingen, erhalten sie mindestens je 500 Euro vom Kreis. Hintergrund der Wette ist der faire Handel.

Das Thema "Fairer Handel " ist eines, das sich inzwischen viele Kommunen und Kreise auf die Fahne geschrieben haben. So auch Homburg und der Saarpfalz-Kreis, die sich in der Vergangenheit ein "Fairtrade"-Prädikat sichern konnten (wir berichteten). Auch in St. Ingbert hat man sich inzwischen auf den Weg gemacht, um eine Stadt des fairen Handels zu werden. Am Freitag, 18. September, soll nun in Sachen "Fairtrade" im Saarpfalz-Kreis ein neues Kapitel geschrieben werden. Denn: Am Montag schlossen Homburgs Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind und St. Ingberts Verwaltungschef Hans Wagner eine bedeutsame Wette gegen das Homburger Mannlich-Gymnasium und das Leibniz-Gymnasium in St. Ingbert ab. Ganz offiziell wurde besiegelt, dass es jeweils mindesten 500 Euro vom Kreis für die Schulen geben wird, sollte es den Schülern gelingen, an besagtem Freitag von neun bis 13 Uhr jeweils 500 Milchshakes an den Mann oder an die Frau zu bringen. Die Idee zu dieser "Shake-Wette" sei bei einem Treffen der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Saarpfalz-Kreises entstanden, verdeutlichte Beate Ruffing, Mitarbeiterin im Sachgebiet "Europaangelegenheiten, Partnerschaften, Veranstaltungen" beim Saarpfalz-Kreis. "Wir überlegen uns immer wieder einzelne Aktionen. Und unsere Idee in diesem Fall war, dass wir fairen Handel mit regionalen Produkten verbinden wollen." Aus der Steuerungsgruppe sei der Vorschlag gekommen, Schüler in eine solche Aktion einzubinden. Als Ergebnis sei die Wette mit den Milchshakes geboren worden, gemischt aus regionaler Milch , fair gehandelten Bananen und Kakao-Pulver.

In der von Landrat Theophil Gallo moderierten Pressekonferenz zu dieser "Shake-Wette", er nannte die Aktion eine "schöne Geschichte", machten beide Oberbürgermeister deutlich, dass sie sich eigentlich ziemlich sicher seien, dass "ihre" Schulen die Herausforderung meistern werden. Hans Wagner : "Ich kenne das Leibniz-Gymnasium, ich kenne den Schulleiter, die engagierten Lehrer, die engagierten Schüler - ich trauen denen eigentlich zu, dass sie das schaffen." Also wolle er im Grunde gar nicht dagegen wetten, beschrieb Wagner sein "Dilemma".

Auch Schneidewind gab zu, dass er eigentlich nur Wetten abschließe, die er sicher gewinne, "das ist in diesem Fall aber anders. Und wir tun als Verwaltung sogar alles dafür, dass wir diese Wette auf jeden Fall verlieren." So werde er die Wette gerne verlieren. Und er setzte noch einen drauf: Kurzerhand erhöhte er den finanziellen Einsatz. Da wollte St. Ingberts Verwaltungschef Wagner natürlich nicht hinten anstehen und zog mit seinem Homburger Amtskollegen gleich. Um wie viel der Wetteinsatz nun erhöht werden soll, das war Gegenstand einer kleinen Diskussion. Immerhin: Es kann mehr werden.

Am Ende der Wettvorstellung wurde es dann richtig formell: Für das Mannlich schlugen Schülerin Ella Gronwald, für das Leibniz Schulsprecher Friedrich von Schwind in die Hand ihres jeweiligen Oberbürgermeisters ein. Jetzt heißt es: Topp, die Wette gilt!

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Aktionswoche des Fairen Handels 2015 steht unter dem Motto "Fairer Handel schafft Transparenz". Fairtrade-Städte und -Kreise sind aufgerufen, sich mit Aktionen zu beteiligen. In der Fairtrade-Steuerungsgruppe des Kreises wurde mit der "Shake-Wette", diese läuft am 18. September am Homburger Mannlich-Gymnasium und am Leibniz-Gymnasium in St. Ingbert , eine Aktion initiiert, bei der es um den Einsatz von Produkten aus fairem und regionalem Handel, aber auch um Produktherkunft und Produktionsbedingungen geht. red