Metall- und Glasbau Hartz stellt Insolvenz-Antrag

Metall- und Glasbau Hartz stellt Insolvenz-Antrag

Das Niederwürzbach Unternehmen Metall- und Glasbau Hartz GmbH hat Insolvenz-Antrag gestellt. Am Montag ist Geschäftsführer Jürgen Hartz den bitteren Weg zum Amtsgericht gegangen.

Als vorläufiger Insolvenzverwalter ist der Saarbrücker Fachanwalt Thomas Heimes bestellt. Der konnte gestern auf Anfrage unserer Zeitung noch keine Auskunft darüber geben, wie es für das Unternehmen, seine 17 Mitarbeiter und einen Auszubildenden in der Industriestraße in Niederwürzbach weitergeht. Derzeit laufe die Produktion noch. Anrufe unserer Zeitung bei dem Unternehmen endeten gestern allerdings beim Besetzt-Zeichen. Auf seiner Internet-Seite wirbt die Metall- und Glasbau Hartz GmbH (MGH Saar) mit einigen Großprojekten für sich, unter anderem mit der Außengestaltung des AOK-Verwaltungsgebäudes in Saarlouis, des Wasserturms in Neunkirchen sowie von Firmengebäuden in Loßburg oder Bad Homburg. Ein weiteres Großprojekt, die gerade laufende Sanierung der Fassade des Neunkircher Rathauses, soll ausschlaggebend für den Insolvenz-Antrag gewesen sein. Wie aus dem Umfeld des Familienunternehmens im heimischen Niederwürzbach zu hören war, ist die Firma nach der Insolvenz des Vorgänger-Unternehmens "Würzbacher Metallbau Hartz GmbH" im Oktober 2005 nie ganz stabil wieder auf die Beine gekommen. Der damalige Geschäftsführer Rudi Hartz, der sich zuvor im Land als "Macher" des Handball-Bundesligisten TV Niederwürzbach einen Namen gemacht hatte, zog sich zurück. Die Geschäfte der Nachfolgefirma MGH übernahm offiziell allein Sohn Jürgen, ehemals Handball-Nationalspieler. Die kurz vor der ersten Insolvenz gegründete Firma "Würzbacher Solartechnik" wurde vor einiger Zeit mit Blick auf das Auslaufen der Solarförderung bereits geschlossen.

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