Messe poliert St. Ingberts Image

Nach einer kleinen Eröffnungs-Zeremonie, die nur 45 Minuten dauerte, erklärte Schirmherr Christian Weber, Generalbevollmächtigter der Karlsberg-Brauerei, die 35. Ingobertus-Messe für eröffnet. Es ist die größte aller Zeiten.

Kleine Gala, große Worte - so ließe sich der Eröffnungsabend der 35. Ingobertus-Messe zusammenfassen. Das Allergrößte ist jedoch die Dimension, die die Messe erreicht hat. 203 Aussteller auf 15 000 Quadratmeter hat es nie zuvor gegeben. Etwas Vergleichbares, da waren sich alle Redner einig, gibt es im südwestdeutschen Raum kein zweites Mal.

Nico Ganster, der Vorsitzende des ausrichtenden Handel- und Gewerbevereins, glaubte die drei Gründe für diese Entwicklung zu kennen: "Erstens: die professionelle Organisation, zweitens: das kreative und großartige Engagement der ausstellenden Firmen und drittens: der überwältigende Besucherzuspruch, der in die ganze Region ausstrahlt." Was Ganster zwischen den Zeilen damit auch sagte: Von nichts kommt nichts. "St. Ingbert braucht eine Zielsetzung, eine Vision 2020, einen Plan." Die Politik könne die Bedingungen schaffen, dass Firmen die Bedingungen auch bekämen, die sie brauchen. Die Politik nahm er dann auch in die Pflicht: "Nicht jede Idee eines Politikers ist schlecht, nur weil es nicht die eigene ist."

Im Stil der deutlichen Worte ging es weiter, als Oberbürgermeister Hans Wagner zur Rede ansetzte. Die Stadt habe es verdient, dass die Grabenkämpfe endlich vergessen werden. "Ich reiche hiermit allen die Hand, die dieses Ziel mit mir erreichen wollen."

In früheren Jahren wurde häufig von Krisen gesprochen und die Ingobertus-Messe als Plattform herangezogen, das vorhandene Potenzial zu demonstrieren. Die wirtschaftlichen Fahrwasser haben sich inzwischen wieder beruhigt, so hatte Wagner die Gelegenheit, das Bild eines einzigartigen Zusammenspiels zu zeichnen: "Wir haben Industriebetriebe und eine hohe Handwerksdichte in der Stadt, trotzdem leben wir mitten in der Natur. St. Ingbert befindet sich in einer privilegierten Situation."

Viele Gründe gebe es, um die Stadt, vor allem aber die Messe zu unterstützen, sagte Christian Weber von der Karlsberg-Brauerei. Er stellte heraus, dass zwar vieles, aber längst nicht alles übers Internet geregelt werden könne. "Wir brauchen immer noch die Orte der Begegnung und der Kommunikation. Mit der Messe ist hier so ein Ort geschaffen worden." Mit einem Augenzwinkern wies Weber darauf hin, dass die Produkte aus dem Hause Karlsberg die Kommunikation erleichterten, in St. Ingbert erfülle das Beckers-Stubbi diese Funktion mit Bravour - dafür heimste Weber den lautesten Applaus des Abends ein.

Seit Freitagmorgen können alle Interessierten herausfinden, wie präzise die Schirmherren, Organisatoren und Oberbürgermeister die Ingobertus-Messe und ihre Bedeutung beschrieben haben und was die Firmen diesmal mit nach St. Ingbert gebracht haben. Geöffnet ist sie an diesem Wochenende von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Melanie Fritsch vom Stadtmarketing und Wirtschaftsförderer Thomas Debrand besuchten natürlich auch den SZ-Messestand.

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HintergrundEinen Extra-Verkehr zur Ingobertus-Messe und dem verkaufsoffenen Sonntag wird am Sonntag, 6. Oktober, angeboten. Die Busse fahren von 12 bis 18 Uhr auf sieben Linien im Stundentakt und bedienen das gesamte Stadtgebiet. Die Fahrt in den Bussen des Extra-Verkehrs ist kostenlos. Die Fahrpläne sind an den betreffenden Haltestellen ausgehängt. red

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