Meilensteine der Filmgeschichte

Fritz Langs Filme „Metropolis“ und „M – eine Stadt sucht einen Mörder“ gelten als Meisterwerke. Am Wochenende sind beide Filme in der Kinowerkstatt St. Ingbert zu sehen. Zudem läuft eine Dokumentation über den berühmten Filmregisseur Fritz Lang mit Heino Ferch in der Titelrolle.

Die Kinowerkstatt zeigt am heutigen Freitag, 13. Mai, um 18 Uhr und am Sonntag, 15. Mai, um 20 Uhr, einen Klassiker des deutschen Kinos: Fritz Langs "M - eine Stadt sucht einen Mörder" mit Peter Lorre und Gustaf Gründgens . Berlin in den 1930er Jahren: Die ganze Stadt spricht von den bestialischen Untaten eines Kindermörders. Die Bevölkerung sieht in jedem Fremden einen Verdächtigen. Trotzdem fällt ein Kind nach dem anderen Hans Beckert (Peter Lorre ) zum Opfer. Die Polizei unter dem Kommando von Kommissar Karl Lohmann (Otto Wernicke) steht machtlos einem Phantom gegenüber. Da auch die übrige Verbrecherwelt unter der erhöhten Polizei-Präsenz leidet, schließt sich die Unterwelt der Suche nach dem Mörder mit ihren eigenen Mitteln an. Unter der Leitung des Schränkers (Gustaf Gründgens ) wollen sie den Mörder vor ihr eigenes Tribunal stellen, um ihre Vorstellung von Gerechtigkeit durchzusetzen. Tatsächlich ging in Europa 1930 der reale Fall des Serienmörders Peter Kürten durch die Zeitungen, der als "Vampir von Düsseldorf" in die Kriminalgeschichte einging und drei Wochen vor der Premiere des Films hingerichtet wurde. Für seinen Film recherchierte der Regisseur ausgiebig. Er ging in Gefängnisse, Psychatrien, und Kontakte zur Berliner Kripo erlaubten es ihm sogar, in die Akten realer Fälle Einsicht zu nehmen. Für "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" nutzte Fritz Lang erstmal den Tonfilm. Und bekanntlich wird auch der Mörder anhand des Tons identifiziert. Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass es letztlich ein blinder Ballonverkäufer ist, der das Pfeifen erkennt, mit dem der wunderbar psychopatisch spielende Peter Lorre seine Schandtaten ankündigt: Er pfeift "In der Halle des Bergkönigs" aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg.

Film über Regisseur Lang

Am Freitag, 13. Mai, um 20 Uhr, läuft die Wiederholung des gerade gestarteten Films über den Regisseur: "Fritz Lang " von Gordian Mauggs (Deutschland 2015). Am Samstag, 14. Mai, um 20 Uhr läuft dann "Metropolis": Fritz Langs Stummfilmklassiker ist ein Meisterwerk der Filmästhetik und ein Meilenstein in der Geschichte des Science-Fiction-Films. In der Zukunftsstadt Metropolis führt ein Aufstand der geknechteten Massen zu Zerstörung, aber auch zur Versöhnung zwischen den Klassen - als Interpretation des Gesellschaftsbildes in der Weimarer Republik lesbar.

Metropolis ist zweigeteilt: während die Reichen auf der Oberfläche leben, müssen die Arbeiter unter der Erde hausen. Freder, Sohn des Herrschers Johann Fredersen, begibt sich in die "Unterstadt", als er sich in Maria, die "Heilige der Unterdrückten", verliebt. Im Auftrag des besorgten Fredersen schafft der Erfinder Rotwang eine Doppelgängerin von Maria, die die Arbeiter zum Aufstand verleiten soll, um ihnen endgültig alle Rechte nehmen zu können.

Noch einmal heißt es am Montag, 16. Mai, um 20 Uhr "Power to change - die EnergieRebellion", der zurzeit aktuellste Film zum Thema Klimawandel. (Deutschland 2015), Regie, Buch: Carl-A. Fechner, 90 Minuten.

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