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Mehrsprachiges Internetangebot soll bald Flüchtlingshilfe bündeln

Mehrsprachiges Internetangebot soll bald Flüchtlingshilfe bündeln

Im Forum hat der Saarpfalz-Kreis interessierte Bürger über den aktuellen Stand der Flüchtlingshilfe informiert, die bald eine Neuerung erleben soll: Es soll ein umfassendes Internetangebot mit Ansprechpartnern realisiert werden.

Im Frühjahr schloss der Saarpfalz-Kreis mit den saarpfälzischen Kommunen den Demographiepakt mit dem Ziel, zukunftsrelevante Themen der Daseinsvorsorge gemeinsam zu lösen. Eine Herausforderung ist hierbei die Bewältigung des Zuzugs von Flüchtlingen. Hier sind sowohl die kommunalen Verwaltungen wie auch viele Ehrenamtliche in Hilfsorganisationen und Initiativen extrem gefordert. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig zu wissen, wer sich um was kümmert und wie Verwaltung und Ehrenamt effizient zusammenarbeiten können. Mit breiter Zustimmung des Kreistages wurden Maßnahmen verabschiedet. Dabei war die Unterstützung der Kommunen, aber auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements ein zentraler Punkt. In der Folge war der Kreis Initiator für die Veranstaltung. "Ich danke allen in der Flüchtlingshilfe Tätigen ausdrücklich für ihr bisheriges Engagement. Gleichzeitig möchten wir auch aus Sorge auf eine Überlastung vorhandene Strukturen darstellen und auf Basis dieser Veranstaltung und aus den Erkenntnissen aus der täglichen Arbeit das Angebot des Kreises weiterentwickeln", begrüßt Landrat Theophil Gallo die zahlreichen Interessierten. Mitarbeiter der Verwaltung zeigten die relevanten Schnittstellen zur Flüchtlingshilfe und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Ein dringendes Thema war die Begleitung der neu ankommenden Menschen. Eingegangen wurde auch ausführlich auf die weitere Integration, etwa durch Sprachkurse, Wohnraumvermittlung und Arbeitssuche. Aus den sich in der Diskussion erkennbaren Bedürfnissen werde man sehr zügig ein umfassendes Informationsangebot bereitstellen. "Wir realisieren derzeit ein Internetangebot mit mehrsprachigen Informationen und Ansprechpartnern sowie über die Telefon-Hotline (0 68 41) 1 04 72 72 und die Mailadresse fluechtlingshilfe@saarpfalz-kreis.de", skizziert Gallo. Eine zentrale Rolle im Konzept des Kreises übernehme auch Bawar Tarboush, der seit kurzem als Flüchtlingskoordinator beim Jobcenter und Amt für soziale Sicherung des Kreises Hilfe leistet bei den Antragstellungen. Der gebürtige Syrer, der Deutsch, Arabisch und Kurdisch spricht, koordiniert und begleitet Beratungstermine beim Jobcenter . Besonders deutlich wurden noch einmal die Leistung des Ehrenamtes und auch der Bedarf, bereits hier lebende und mit den Strukturen vertraute Menschen aus den Flüchtlingsländern bei der Integrationsarbeit einzubeziehen. "Der Kreis wird in enger Abstimmung mit den Beteiligten und vor allem durch Rückkopplung mit den ehrenamtlich Tätigen konsequent "am Ball bleiben" und als zuverlässiger Ansprechpartner, richtungsweisend informieren, koordinieren und helfen", so Gallo abschließend.