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Mehr Barrierefreiheit: Ortsrat will Pläne für Gebäude in Hassel

Mehr Barrierefreiheit: Ortsrat will Pläne für Gebäude in Hassel

In vielen öffentlichen Gebäuden in Hassel hapert es bei der barrierefreien Erreichbarkeit. Darin ist sich der Ortsrat einig. Bis Anfang nächsten Jahres soll die Verwaltung Vorschläge machen, wo und wie Verbesserungen möglich sind.

Viele öffentliche Gebäude , die ein paar Jahrzehnte alt sind, genügen nicht mehr den heutigen Ansprüchen, was die Barrierefreiheit betrifft. Deshalb machte sich der Hasseler Ortsrat zum wiederholten Male Gedanken darüber, wie man baulich auch in diesem Ortsteil dem demografischen Wandel begegnen könnte. Von der Stadtverwaltung kam dazu die Stellungnahme, dass aufgrund laufender Projekte, wie der Flüchtlingsunterbringung und dem Ausbau der Alten Baumwollspinnerei, die Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude in Hassel noch nicht in Angriff genommen werden konnte. Ohne Planungen für die einzelnen Objekte sei es ohnehin nicht möglich, eine verlässliche Ermittlung von Kosten und eventueller Umbauzeiten vorzunehmen.

"Immer werden die Flüchtlinge vorgeschoben. Ich habe den Eindruck, unangenehme Projekte werden einfach aufgeschoben", erregte sich Albert Zitt (SPD ). Ortsvorsteher Markus Hauck möchte den Bau auch forcieren, doch wolle er der Verwaltung bis zur ersten Ortsratssitzung 2016 Reaktionszeit lassen, bevor das Thema erneut behandelt werde. Es müsse laut Michael Rinck (CDU ) geklärt werden, ob an manchen Stellen eine kleine Rampe ausreicht, um den barrierefreien Zugang zu gewähren. "Wir können Lösungen sowieso nur mit einfachen Mitteln erreichen", so der Ortsvorsteher, "doch manchmal reicht einfach die Türbreite für einen Rollstuhl nicht aus. Wir brauchen aber auch keine Rampe, wenn die Türen für Rollstühle zu eng sind." Nun solle die Verwaltung prüfen, ob eine Rampe am hinteren Eingang des ehemaligen Rathauses gebaut werden kann.