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Markus Müller (53) ist der neue Chef der Polizeiinspektion Sulzbach

Kriminalität in St. Ingbert : Markus Müller ist Polizeichef in Sulzbach

Der 53-Jährige wohnt in Ommersheim und ist auch für „mittelere“ Kriminalität in St. Ingbert zuständig.

Die Polizeiinspektion hat einen neuen Chef: Der Erste Polizeihauptkommissar Markus Müller ist zum 1. Februar von der Polizeidienststelle in Blieskastel nach Sulzbach gewechselt und hat die Arbeit in der Dienststelle neben der Aula angenommen. 85 Beamte sind ihm derzeit unterstellt, die sich um die Stadt Friedrichsthal, den Saarbrücker Stadtbezirk Dudweiler und die Gemeinde Quierschied kümmern. Unter seinen Mitarbeitern sind 18 Beamte des Kriminaldienstes darüber hinaus für die mittlere Kriminalität in der Stadt St.Ingbert zuständig und bearbeiten beispielsweise Raub- oder Einbruchsdelikte. Der 53-jährige Müller ist Nachfolger von Peter Komp, der Ende 2019 in den Ruhestand ging. „In Blieskastel wurde die Inspektion zu einem Revier, Personal wurde abgezogen, nachts ist geschlossen. Ich suchte eine neue Aufgabe in einer größeren Einheit“, sagt der geborene Fechinger.

Er lebt in Ommersheim und ist seit 30 Jahren mit einer Kriminalbeamtin verheiratet. Die Müllers sind eine richtige Polizeifamilie, Tochter Laura (25) ist ebenfalls bei der Polizei. Tochter Larissa (29) studiert für das Lehramt in Grundschulen.

In Sulzbach will Müller nun erst einmal Kontakte knüpfen und den Austausch mit den Kommunen suchen. Termine mit den Bürgermeistern stehen an, auch die Citywache in Sulzbach besucht er an einem seiner ersten Arbeitstage: „Ich habe im Vorfeld gehört, dass die Citywache eine gute Arbeit macht und stehe ihr sehr offen gegenüber“, sagt Müller. Er wertete die polizeiliche Kriminalstatistik aus und will zwei Schwerpunkte angehen.

Zum einen gebe es stellenweise viele Drogendelikte. „Hier werden wir genauer hinschauen.“ Und in St. Ingbert werde oft in Schulen eingebrochen. Der Kriminaldienst habe aber gute Ermittlungsansätze erarbeitet. Interessant sei der Einzugsbereich seiner Inspektion aber auch wegen der 69 Nationalitäten, zu denen die 65 000 Einwohner gehören. Das mache die Polizeiarbeit facettenreich.

Wenn Müller nicht die Uniform trägt, ist er beim TuS Ommersheim aktiv. Früher spielte er dort selbst Fußball, heute engagiert er sich, wenn die Außenanlagen seines Sportvereins gepflegt werden müssen und Arbeitseinsätze anstehen.

Seine polizeiliche Laufbahn umfasst die Dienststelle Burbach, den Kommissarslehrgang, den Wach- und Streifendienst in Brebach und Alt-Saarbrücken sowie die Leitung der Dienststelle in Blieskastel. Dabei sei die Polizeiarbeit nach wie vor sein „Traumjob“. An dieser Einschätzung würden schwere Momente nichts ändern.

Natürlich habe man mit schweren Unglücksfällen und Leichen zu tun, man erlebe Widerstand und eigene Verletzungen. „Trotzdem würde ich diesen Job immer wieder ergreifen. Man kann eben für Menschen da sein und helfen, das hat mich immer angetrieben“, sagt der neue Dienststellenchef.