Pircher-Konzert : Volksmusik und Schlager für die Lebenshilfe

Volksmusik-Star Marc Pircher stand am Samstag auf der Bühne der St. Ingberter Stadthalle. Dennoch war das Benefiz-Konzert nicht gut besucht.

„Er kommt gerne nach St. Ingbert“, sagt Knut Schubert zur SZ. Damit meint der rührige Organisator der Benefizkonzerte zu Gunsten der Lebenshilfe Saarpfalz den Sänger Marc Pircher. Der Österreicher war am Samstagabend bereits zum sechsten Mal in der St. Ingberter Stadthalle zu Gast. Hier hat der Sänger von Volksmusik und Schlagern mittlerweile eine eingeschworene Fangemeinde. Es sei nicht schwierig ihn zu engagieren, aber es sei nicht so einfach, einen Termin für einen Auftritt zu finden.

Pircher ist von 365 Tagen an gut 300 auf Tournee. Doch St. Ingbert und der Benefizgedanke sind dem Mann aus dem Zillertal mehr als wichtig. So käme er den Organisatoren in der Mittelstadt auch etwas bei der Gage entgegen. „Man wünscht sich immer einige Leute mehr“, bedauerte Knut Schubert den leicht überschaubaren Besuch. Der Erlös der Eintrittskarten decke die Kosten nicht ab, erklärt er gegenüber der SZ. Ohne zusätzliche Spenden und Sponsoren wäre die Veranstaltung nicht zu stemmen. „Behinderte Menschen haben Anspruch auf unsere Hilfe“, sei seit Beginn an das Motto gewesen, rief Schubert in seiner Rede den Konzertbesuchern in Erinnerung.

„Wir wollen Benefiz leben“, lobte dann auch Bürgermeisterin Nadine Müller (CDU) das Engagement in ihrem Grußwort. Ehe das eigentliche Konzert startete, machte jedoch ein St. Ingberter von sich reden. Vielmehr müsste man „singen“ sagen. Denn der St. Ingberter Sänger Luciano Licata trat vor Marc Pircher auf und steuerte eine völlig andere Stilrichtung bei. Klassische italienische Titel wie „Oh, Sole Mio!“, klassische Italo-Popsongs und die Version von „My way“ in seiner Heimatsprache, brachten die Gäste in der Stadthalle in Stimmung. „Habt ihr Lust auf Musik?, fragte Marc Pircher, der von Manfred „Manni“ Wagner an der Gitarre begleitet wurde, den Leuten zu. Sie schienen auf das Signal gewartet zu haben, denn die Stimmung schnellte wie auf den Punkt nach oben. Direkt gingen die Hände nach oben. So auch beim Titel „Ich war nie ein Casanova“. Der 40-jährige Sänger stellte einige Titel aus seinem neuen Album vor. Gleichzeitig gab er auch ein „Best of“ aus 26 Jahren auf den Brettern, die die Welt bedeuten, zu Gehör.

Auch im Programm fand sich der Bajazzo „Warum bist du gekommen?“. Da sprang schnell der Funke über. Die Gelegenheit zum Tanz nahmen ein Paar direkt vor der Bühne auf. Gute Laune auch, wenn manche Titel vom Herzschmerz rühren wie bei „Ich hör‘ auf, dich zu lieben“. Der Termin für 2019 steht schon fest. Marc Pircher wird am 19. Oktober wieder in der Stadthalle auftreten.

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