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Marburger Bund zeichnet Ausbildung der Uniklinik für Radiologie in Homburg aus

Auszeichnung : Ein Gütesiegel für gute Ausbildung

Nur Ärzte, die gut ausgebildet werden, werden später auch gute Ärzte. Wie in der Klinik für Radiologie.

Ärztliche Weiterbildung ist für alle im Gesundheitswesen wichtig: einmal für die Ärzte selbst, die möglichst gut ausgebildet sein wollen und natürlich für die Patienten, die von den Ärzten betreut werden. Gerade für Assistenzärzte stellt sich im Rahmen der eigenen Ausbildung vor diesem Hintergrund die Frage, wo die beste ärztliche Weiterbildung gewährleistet ist. An der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Universitätsklinikums des Saarlandes ist dies offensichtlich der Fall.

Denn diese Klinik wurde nun mit dem neuen „Gütesiegel für gute Weiterbildung im Krankenhaus“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist eine echte Premiere, denn bisher gab es zumindest im Saarland keine Würdigung dieser Art. Ins Leben gerufen wurde das Gütesiegel vom „Arbeitskreis Junge Ärztinnen und Ärzte“ des Marburger Bundes Saar. „Ziel ist es, dass es am Ende eine Liste mit ausgezeichneten Kliniken gibt, die den Assistenzärzten die Orientierung erleichtert“, erläuterte bei der Preisverleihung die Verbandsjuristin des Marburger Bundes Saar, Natalie Truar. Für den Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, Professor Arno Bücker, bringt eine solche Auszeichnung einen Gewinn für alle Seiten: „Natürlich ist es für die Assistenzärzte eine große Hilfe. Aber auch für die Chefs ist es Gelegenheit, Arbeitsweisen zu hinterfragen und mögliche Verbesserungen in die Wege zu leiten.“ Viel zu verbessern gibt es an „seiner“ Klinik, was die ärztliche Weiterbildung angeht, offenbar jedoch nicht.

Zeichen dafür ist nicht nur das verliehene Gütesiegel, sondern auch die hohen Anforderungen, die damit verbunden sind. „Zunächst füllen die Assistenzärzte der Klinik Fragebögen aus, die sich mit der dortigen ärztlichen Weiterbildung beschäftigen“, gibt Dorothea Kerner vom Arbeitskreis „Junge Ärztinnen und Ärzte“ einen Einblick in das Prüfungsverfahren. Die Fragen beschäftigen sich dabei unter anderem damit, ob Veranstaltungen zur Weiterbildung besucht werden, wie sich das Arbeitsklima gestaltet und wie die Hierarchie vor Ort aufgebaut ist. Erste Voraussetzung für eine Auszeichnung ist, dass mindestens 80 Prozent der Fragen von Assistenzärzten positiv beantwortet werden. Das ist aber noch lange nicht alles. „Nach der Beantwortung des Fragebogens nehmen wir die Klinik genauer unter die Lupe“, so Kerner. „Dabei besichtigen wir die Räumlichkeiten und führen noch einmal persönliche Gespräche mit den Assistenzärzten, um die Antworten aus den Fragebögen zu bestätigen.“

Zum Abschluss gebe es schließlich noch ein Gespräch mit dem Chefarzt. „Bei allen diesen Aspekten hat die Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie sehr gut abgeschnitten.“ Kein Wunder, dass der verantwortliche Direktor sich über die Auszeichnung freut. „Die Initiative ist toll und gibt uns als Klinik die Möglichkeit, Assistenzärzte für uns zu gewinnen, was heutzutage durchaus schwierig ist“, sieht Bücker große Vorteile durch die Auszeichnung.

Ausruhen auf den Lorbeeren können sich die Verantwortlichen jedoch nicht, denn das Gütesiegel gilt nur für drei Jahre. Dann steht wieder eine Prüfung an, die die Klinik noch einmal genau auf unter die Lupe nimmt.