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Mad Max bringt jungen Mel Gibson ins Kino

Mad Max bringt jungen Mel Gibson ins Kino

Klassiker und Debut-Streifen stehen in den kommenden Tagen wieder auf dem Programm der Kinowerkstatt: „Mademoiselle Populaire“ heißt das Debüt von Regis Roinsard. Und Montag darf der junge Mel Gibson des Jahres 1979 mal wieder „Mad Max“ sein.

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt "Mademoiselle Populaire" weiter, am heutigen Freitag um 19 Uhr und am Sonntag, den 25. Mai um 20 Uhr. "Mademoiselle Populaire" spielt in den 50er Jahren in Frankreich. Ein hübscher Chef will, dass seine Sekretärin Weltmeisterin im Schreibmaschinenschreiben wird. Die will das nicht, ist störrisch, fügt sich aber und tippt tatsächlich so schnell, dass sie bei der WM ins Finale kommt. Ein Liebesgeplänkel mit dem Chef gehört dazu. Diese wunderschöne, optisch nostalgische Komödie mit Romain Duris und Déborah François ist einer jener lockeren unterhaltsamen Debütfilme, wie sie nur die Franzosen (in diesem Fall Régis Roinsard) hinbekommen.

Die Doppelfilmreihe "Monday Movies" präsentiert in ihrer ersten Vorstellung, am Montag, 27. Mai, um 19 Uhr George Miller`s australischen Spielfilm "Mad Max" (1979), eine Zukunftsvision von Gewalt und Brutalität, Kälte und Trostlosigkeit, Pessimismus und Wahnsinn. Irgendwo in Australien oder irgendwo sonst. Die Welt ist nicht mehr die, die wir kennen oder zu kennen glauben. Auf den Straßen herrscht Krieg: mordende Banden, größenwahnsinnige Anführer, Psychopathen, Drogenabhängige, Sexualverbrecher und Cops, die der Lage nicht mehr Herr werden, die resignieren, verzweifeln oder ihren Job hinschmeißen, bevor sie selbst dem Wahnsinn verfallen oder umgebracht werden. Einer von ihnen ist der junge Polizist Max Rockatansky (Mel Gibson), der noch nicht ganz aufgegeben hat. Eine Motorradbande lockt Max` Freund und Kollegen Goose in einen Hinterhalt und verstümmelt ihn zu einem rohen Klumpen Komafleisch. Max quittiert den Dienst und fährt mit Frau und Kind aufs Land, um endlich abschalten zu können. Doch die Gang stellt ihnen nach und veranstaltet ein grauenvolles Massaker. George Miller's Debüt "Mad Max" avanciert zum Endzeit-Kultfilm der 80er Generation, der "Amerikano-Australier" Mel Gibson wird zum Filmstar. "Der Spielfilm selbst bleibt bis heute in punkto Gewalt, Brutalität und Selbstjustiz äußerst umstritten." (Oliver Klein)

In der zweiten Vorstellung (Beginn 21.00) der "Monday Movies" wird die völlig eigenständige und in sich geschlossene Fortsetzung "Mad Max 2: The Road Warrior (Der Vollstrecker)" (George Miller, 1981) gezeigt. Die im ersten Teil vielleicht noch existierende Hoffnung auf eine bessere Welt wird im zweiten Teil von Anfang an "ad absurdum" geführt: In einer Schwarzweiß-Rückblende berichtet der Erzähler, dass die Zivilisation nach einem fürchterlichen Krieg um die letzten Erdölreserven endgültig zusammengebrochen ist; Max` Schicksal aus Teil 1 wird ebenfalls kurz zusammengefasst. In einer Wüstenlandschaft bekriegen sich Überlebende um noch vorhandene Treibstoffreserven, Benzin. Der am Bein verkrüppelte Max (Mel Gibson) ist zu einem Außenseiter und Wanderer geworden, der ebenfalls dem "wertvollen" Benzin für seinen V 8 nachjagt - ebenso wie die marodierende Bande um den psychopathischen Humungus. Mit Hilfe eines zwielichtigen Begleiters findet Max den Weg zu einem Erdölraffinerie-Fort, deren Bewohner kurz vor dem Aufbruch in eine neue Welt stehen, um eine friedliche Zivilisation aufzubauen. Allerdings wollen sie 20 000 Gallonen des kostbaren Benzins mitnehmen, während Humungus und seine Mordbande das Fort bereits umstellt haben. - "Eine verstörende Vision einer zukünftigen Welt, voller Gewalt, Kälte, Hoffnungslosigkeit. Die teildokumentarische Einleitung mit dem Off-Kommentar des Erzählers verleiht dem Film eine gesellschaftskritische Note." (Oliver Klein).

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