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Lösung für Haltestellen-Situation am Leibniz

Lösung für Haltestellen-Situation am Leibniz

Der zuständige Ausschuss hat jetzt beschlossen, wo neue Haltestellen in der Albert-Weisgerber-Allee platziert werden sollen. Genaue Pläne folgen.

Pläne zur Verbesserung der Haltestellen-Situation vorm Leibniz-Gymnasium in St. Ingbert werden schon lange diskutiert. Bereits 2012 wurden erste Vorschläge gemacht, mit der Zusammenlegung der Schule an einem Standort hat sich die Verkehrslage in der Albert-Weisgerber-Allee nochmals deutlich verschärft. Jetzt ist aber eine Lösung gefunden. In seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat-Ausschuss für Baumanagement einstimmig eine Variante befürwortet, mit der die Albert-Weisgerber-Allee zwischen Koelle-Karmann-Straße und Seyenanlage neu gestaltet werden soll. "Dieser Plan vereint in diesem Bereich möglichst viele Interessen in möglichst vielen Facetten", sagte Axel Thös vom Planungsbüro ATP, das in den vergangenen Jahren bereits ein gutes Dutzend unterschiedlicher Entwürfe für die Haltestellen-Gestaltung in der Allee vorgestellt hatte.

Die Aufgabe der Planer ist aber komplex. Das wurde in dem Ausschuss nochmals deutlich, als Thös die verschiedenen "Konzeptanforderungen" aufdröselte. So sollen in der Albert-Weisgerber-Allee zwei neue Bushaltestellen entstehen, an denen jeweils zwei Busse gleichzeitig an- und abfahren können. Diese Haltestellen müssen beide Fahrtrichtungen bedienen und in der Spitzenzeit für 200 bis 250 Schüler ausreichen. Hierzu sind an den Haltepunkten jeweils 100 Quadratmeter Wartefläche nötig, Des Weiteren muss die Fahrbahn eine Mindestbreite von 5,50 Meter haben. Auch der Radverkehr soll integriert und möglichst viele Pkw-Parkplätze am Straßenrand erhalten bleiben. All diese Vorgaben erfüllt die jetzt beschlossene Variante.

Demnach ist auf der Straßenseite direkt vor der Grünanlage eine Doppelhaltestelle mit Hochbord vorgesehen. Neben dieser Haltestelle auf Höhe des Kriegerdenkmals wird der Gehweg geführt. Ihn dürfen auch radfahrende Kinder nutzen. Der sonstige Radverkehr wird auf der Fahrbahn geführt. Das entspreche den aktuellen Erkenntnis der Verkehrsplaner, so Thös. Dies erfordere aber auch, das in der Albert-Weisgerber-Allee im Abschnitt zwischen Koelle-Karmann-Straße und Seyenanlage generell Tempo 30 gelten soll.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor der Kita Christuskirche mussten die Planer etwas tüfteln. Das liegt auch an der Feuerwehrzufahrt zu der Kita. Weil diese nicht verlegt werden kann, ist hier keine echte Doppelhaltestelle möglich. Stattdessen wird es zwei getrennte Hochbord-Haltestellen geben. Die erste wird direkt hinter der Kita platziert. Dann folgen ein Pkw-Stellplatz und eine Haus-Zufahrt. Erst dann die zweite Haltestelle in Höhe des Anwesens 18. Ansonsten wird die Zahl der Parkplätze an der Straße nur etwas reduziert. Entlang der Kita sind sechs Stellplätze am Fahrbahnrand geplant. Sechs weitere folgen bis zur Koelle-Karmann-Straße.

Nachdem der Stadtrat-Ausschuss eine Vorzugsvariante festgelegt hat, kann das Ingenieurbüro ATP Axel Thös Planung nun mit einer genaueren Entwurfsplanung beginnen. In diese wird auch eine Prüfung einbezogen, wo eine in der Albert-Weisgerber-Allee geplante Querungshilfe für Fußgänger hinkommen soll. In dem vorliegenden Entwurf ist diese zwischen zwei Haltestellen vorgesehen. Die Entwurfsplanung wird nach Angaben von Axel Thös vier bis fünf Monate erfordern. Bauarbeiten in der Albert-Weisgerber-Allee beginnen wohl erst im kommenden Jahr.

Zum Thema:

Wenn die neuen Haltestellen in der Albert-Weisgerber-Allee gebaut sind, werden diese auch für den Stadtbus-Verkehr mit dem Ingo genutzt. Die beiden derzeitigen Haltestellen "Schillerschule", die sich am Beginn der Allee befinden, werden nach den jetzigen Planungen dann entfallen.