Leserbrief zum Thema Müll-Gebühren

"Die nächste Wahl kommt bestimmt"

Zur Kolumne "Ein Sündenbock ist schon gefunden" in der Ausgabe vom 2./3. Januar:

Meiner Meinung nach ist ein Stadtrat dazu da, um die Interessen der Bürger , die ihn gewählt haben, zu wahren. Dies bedeutet, dass Entscheidungen im Interesse der St. Ingberter Bürger zu treffen sind. Nunmehr hat unser Stadtrat ein neues Müllkonzept beschlossen, mit den Stimmen der großen Koalition (CDU , Familie und Bündnis 90/Grüne) und Unterstützung von "Wir für St. Ingbert" und der Linken.

Dieses Konzept wird im Gegensatz zu den Angeboten des Entsorgungsverbandes Saar (EVS) für die St. Ingberter teurer und im Service schlechter, wie wir Bürger jetzt erfahren haben. Nur Adam Schmitt von den Grünen dafür verantwortlich zu machen, der in den Medien mit großspuriger Arroganz behauptete, dass das neue Konzept für den Bürger billiger würde, ist mir zu kurz gegriffen. Hier hat der größte Teil des Stadtrates, trotz eines negativen Gutachtens, vielfacher Warnung - auch vom Oberbürgermeister - und berechtigter Zweifel eine Entscheidung getroffen, die uns Bürgern ohne Dringlichkeit mehr Geld aus der Tasche zieht (die Erhöhung der Grundsteuer noch nicht mal mitgerechnet). Hier sieht man mal wieder, was ein Koalitionszwang bewirkt; ohne Sinn und Verstand werden Entscheidungen gegen die Interessen der eigenen Bürger getroffen. Auf solche Volksvertreter kann man in St. Ingbert gerne verzichten, die nächste Wahl kommt bestimmt!

Peter Schweitzer, St. Ingbert