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Leserbrief aus St. Ingbert zum Jahresausblick des Oberbürgermeisters

Leserbrief für St. Ingbert : Keine brauchbaren Aussagen

Jahresausblick von Oberbürgermeister Ulli Meyer

Bravo, das passt zu dieser Person. Fast ein ganze Seite in der Saarbrücker Zeitung. Dabei wird nichts konkret ausgesagt, drängende Themen werden ausgespart und Wischiwaschi ist der Schwerpunkt.

Es fängt schon mit der Überschrift an. Was, wie und wer in der Stadt soll gestärkt werden nach der Corona-Krise? Brauchbare Aussage hierzu: Fehlanzeige. Offenbar sind Empfänge und Veranstaltungen (wahrscheinlich sind hier Dorf-, Stadt-, Oktoberfest und ähnliches gemeint) Hauptanliegen.

Wenn eine alte Tischtennishalle und die nicht enden wollende Geschichte der Ruine Baumwollspinnerei auf der Agenda steht, hat man offensichtlich die Prioritäten verwechselt. Gänzlich lachhaft ist jedoch die Aussage St. Ingbert als attraktive Wohnstadt zu entwickeln. Das gehört in die Kappensitzung in die Bütt, denn bei diesen Steuersätzen kann sich der Ober-Steuererhöhungsmeister diese Story im realen Leben abschminken.

Arbeitsplätze sind weitgehend die Sache der Wirtschaft, und Bildung steht unter dem Dach der Landesregierung. Auch hier: Fehlanzeige. Das Städtchen hat hier nur kleinsten rudimentären Einfluss. Die dreisten Steuererhöhungen werden nur in der hinteren Ecke, ganz klein gemacht, erwähnt. Kein Wort darüber, was diese Steuer-Gurus mit dem zusätzlichen Geld machen wollen. Wege zum aus dem Fenster werfen, um eigene Denkmäler zu setzen, gibt es viele, denn mit dem Geld anderer Leute kann man gut um sich werfen.

Insgesamt sind die Aussagen des Oberbürgermeisters sehr flach, ohne Plan und zeugen nicht von außerordentlicher Fachexpertise. Das einzige, was hier wehtut, sind die irrenden und wirrenden Selbstdarstellungsversuche einer außer Rand und Band geratenen Steuer-Eintreibungsmaschinerie, bei der kluges Finanzmanagement ein Fremdwort ist.