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Leitung des Barbaraheims wechselt von Paul Lösch zu Karin Titze

Caritas-Altenzentrum in St. Ingbert : Für Paul Lösch beginnt der Ruhestand

Führungswechsel im Barbaraheim in St. Ingbert: Karina Titze ist ab November neue Leiterin der Caritas-Einrichtung.

Stimmungsvoll war am vergangenen Mittwoch der Abschied von Paul Lösch. Der Leiter des Altenzentrums St. Barbara geht in Rente. Seit 2012 leitet er das Barbaraheim, das die Caritas in St. Ingbert betreibt. Eigentlich sollte er damals nur ein Vierteljahr einspringen, bis ein neuer Einrichtungsleiter seinen Dienst anfängt – es ist nun doch länger geworden. Entsprechend herzlich die Grußworte zum Abschied. Paul Lösch ist den Kollegen und Bewohnern im Barbaraheim ans Herz gewachsen, das war mehr als deutlich.

Timo Kittler, der Abteilungsleiter Altenhilfe bei der Caritas, kündigte deshalb schon an, den künftigen Rentner ab und an besuchen zu kommen. Jedenfalls will man sich trotz Ruhestand nicht aus den Augen verlieren.

Domkapitular Karl Ludwig Hundemer, der Vorsitzende des Caritasverbandes in der Diözese Speyer, blickte zurück bis zur gemeinsamen Zeit im Speyerer Internat, die die beiden verbrachten. Es habe ihnen nicht geschadet, waren sich beide einig. Und Hundemer spielte auf ein Hobby Löschs an, als er die Leichtigkeit erwähnte, mit der dieser die Einrichtung führte, und doch mit aller Konsequenz für ihre Zukunft kämpfte. Lösch war Gleitschirmflieger, und auf dieses Hobby gesundheitsbedingt zu verzichten, fiel ihm schwer.

Einiges hat er vor im Ruhestand. „Ich will Saxophon lernen, und ich will Sprachen lernen. Ich bin alter Lateiner, jetzt mache ich mich an Italienisch und Französisch. Alles mit einem Ziel, das ich schon seit langer Zeit habe: den Apennin zu durchwandern.“ Außerdem werden vier Enkel dafür sorgen, dass es Lösch nicht langweilig wird.

Karina Titze folgt ihm nach. Seit 18 Jahren ist sie bei der Caritas, bislang pendelte sie von Zweibrücken, wo die gebürtige Blieskastelerin wohnt, nach Landau. Ab November wird der Weg ins St. Ingberter Barbaraheim kürzer. Als Heilpädagogin und Pflegemanagerin hat sie beste Voraussetzungen für ihre neue Tätigkeit, außerdem ist sie Kommunikationspädagogin, und auf Kommunikation legt sie bei ihrer Arbeit großen Wert: „Eine offene, transparente Kommunikationskultur schätze ich ebenso wie einen wertschätzenden Umgang miteinander“, betonte sie in ihrer Antrittsrede. Die Bewohner des Barbaraheims sollen professionelle Pflegeleistungen erhalten, die Angehörigen sollen als Partner gesehen werden. Titze: „Ich möchte die Einrichtung so leiten, dass alle Mitarbeitenden im Hause gut in Verbindung sind, das Ganze gleicht einer Uhr, in der jedes Zahnrad seinen Beitrag zum Großen und Ganzen leistet.“

Karina Titze ist Nachfolgerin von Paul Lösch als Leiterin des Barbaraheims in St. Ingbert. Foto: Peter Gaschott

Das Caritas-Altenzentrum St. Barbara hat 117 Plätze in der vollstationären und Kurzzeitpflege. 15 Plätze stehen für Tagespflege zur Verfügung. 24 Menschen leben im betreuten Wohnen. 70 Menschen erhalten täglich Essen auf Rädern. Rund 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Altenzentrum St. Barbara beschäftigt.