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Leibniz-Gymnasium
Leibniz-Schüler erleben den Klimawandel im Bild

St. Ingbert. Der Gast, den das Leibniz-Gymnasium kurz vor Ferienbeginn begrüßen durfte, hatte hochinteressantes Material mitgebracht: Holger Voigt von der „Germanwatch Klimaexpedition“ hatte Satellitenbilder im Gepäck, die er den Schülerinnen und Schülern der Klassenstufe 10 des Leibniz-Gymnasiums präsentierte. red

Germanwatch e. V. ist ein 1991 gegründeter, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn und einem Büro in Berlin. Die Entwicklungs- und Umweltorganisation engagiert sich für globale Gerechtigkeit und den Erhalt von Lebensgrundlagen und versteht sich als Dienstleister im Bereich Umweltbildung. Holger Voigt hat zudem zusammen mit Martin Fliegner 2001 das Unternehmen „Geoscopia“ gegründet und ist seitdem in der Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung tätig, auch in Kooperation mit „Germanwatch“. Das Unternehmen entwickelt Umweltbildungsprogramme, wobei es vom Bildungsministerium unterstützt wird, das auch die Veranstaltung am Leibniz-Gymnasium finanzierte.


Die Schüler konnten an diesem Morgen zwei Erdkunde-Stunden der besonderen Art erleben, denn die Germanwatch Klimaexpedition holt den Blick auf die Erde vom Weltall ins Klassenzimmer. Normalerweise wird dabei mit tagesaktuellen Satellitenbildern gearbeitet, aber das war an diesem Morgen aus technischen Gründen nicht möglich. Dennoch bekamen die Schüler zunächst die Aufgabe, herauszufinden, was man auf einigen bewegten Satellitenbildern sehen konnte, zum Beispiel einen Sonnenaufgang über einem bestimmten Teil der Erde oder die Mitternachtssonne. Das eigentliche Anliegen der Klimaexpedition ist aber der Klimawandel. Anhand des Vergleichs von Bildern mit früheren Aufnahmen wurde zum Beispiel der Gletscherschwund sichtbar, eine deutliche Folge des Klimawandels. Hurrikane und Tornados sind Wetterextreme, die ebenfalls Ausgangspunkt für Fragen zum Treibhauseffekt und dem globalen Klimawandel sind.

Natürlich stellt sich in diesem Kontext auch die Frage nach individuellen Handlungsmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums waren sehr interessiert an der Frage, ob die Klimaveränderungen einen natürlichen Prozess darstellen oder in der Verantwortung des Menschen liegen.



Interessant waren aber auch die Informationen über die verschiedenen Satelliten selbst, mit denen gearbeitet wird. Holger Voigt erklärte, dass von 10 000 Satelliten nur 2000 genutzt werden und der Rest mehr oder weniger als Weltraumschrott betrachtet werden kann. Nicht ganz zu Unrecht fragten die Schülerinnen und die Schüler, ob es sich dabei nicht auch um eine Art „Umweltverschmutzung“ handele.