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Leibniz-Schüler aus St. Ingbert beim Europaparlament in Straßburg

Leibniz-Gymnasium St. Ingbert : Zu Besuch im Europaparlament

Schüler eines Politik-Kurses des St. Ingberter Leibniz-Gymnasiums verfolgten in Straßburg eine Sitzung und waren beeindruckt.

Voll des Lobes waren die Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Gymnasiums St. Ingbert, die den Oberstufen-Politikkurs von Lehrerin Marianne Jungblut besuchen, über ihren Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg. Lange im Voraus war die Fahrt in Kooperation mit der Villa Lessing (Liberale Stiftung Saar) organisiert worden, und eine Mitarbeiterin der Stiftung begleitete die Schülerinnen und Schüler dann auch nach Straßburg. Am Parlament angekommen, lieferte eine Besucherbetreuerin des Parlaments einige Informationen und machte bewusst, mit welchen Problemen die Tatsache, dass das Parlament an zwei verschiedenen Orten tagt, verbunden ist. Durch ein Quiz wurde getestet, wie fit die Schülerinnen und Schüler in dem Themengebiet „Europa“ sind. Im Anschluss gab es noch Informationen über die Karrieremöglichkeiten bei der EU, was von den jungen Leuten mit Interesse verfolgt wurde.

Der Höhepunkt des Tages war der Besuch im Plenarsaal. Dort konnten die Schüler eine Abstimmungssitzung, die von Dolmetschern zeitgleich in die 24 europäischen Amtssprachen übersetzt wurde, verfolgen. Über Kopfhörer konnten die Sprachbeiträge problemlos in beliebig gewählten Sprachen verfolgt werden. Die Professionalität und Konzentrationsfähigkeit der dort arbeitenden Dolmetscherinnen und Dolmetscher nötigte dabei allen Respekt ab.

Den Schülern fiel auf, dass alle Mitglieder im Plenarsaal eher elegant gekleidet waren, doch eine Person stach heraus: Ein Abgeordneter betrat den Plenarsaal mit einer gelben Kappe und einer Camouflage-farbigen, aufgeplusterten Jacke, die kaum zu übersehen war. Die Recherche in dem vorher ausgeteilten Sitzplan ergab, dass es sich um „Magid Magid“, einen britischen Politiker der „Green Party of England and Wales“ handelte, der sich für den Verbleib Großbritanniens in der EU stark gemacht hatte. Sein Auftreten wurde von jedem ganz unterschiedlich wahrgenommen, von respektlos bis hin zu cool. Aber auch Nico Semsrott, der Kabarettist und Satiriker von „Die Partei“, war natürlich leicht zu identifizieren; ebenso die britischen EU-Abgeordneten, von denen viele ihre Sitzplätze in auffälliger Weise mit einem Union Jack „geschmückt“ hatten. Nach der Abstimmung war der Besuch im Europäischen Parlament schon vorbei, denn die geplante Stadtführung fiel auf Anraten der französischen Stadtführerin sehr kurz aus, da nachmittags auf Grund der Streiks Straßenblockaden angekündigt waren.