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Wohnbau in St. Ingbert: Lebensraum für junge Familien schaffen

Wohnbau in St. Ingbert : Lebensraum für junge Familien schaffen

St. Ingberter SPD fordert eine maßvolle Weiterentwicklung der geplanten Wohnbauflächen.

(red) Die SPD-Stadtratsfraktion verfolgt in der Diskussion über die zukünftige Entwicklung von Wohnbauflächen in St. Ingbert einen Mittelweg zwischen Stagnation und übermäßigem Flächenverbrauch. Unbestritten habe St. Ingbert Bedarf, sich nicht nur als Stadt zum Arbeiten, sondern auch als Stadt zum Wohnen weiterzuentwickeln, um für weiteren Zuzug, insbesondere von jungen Familien, attraktiv zu sein. „Ziel einer nachhaltigen Stadtplanung ist für die SPD, sinnvolle Lösungen zwischen dem Bedürfnis nach Grünflächen und dem Bedarf an modernen Flächen und energiesparenden sowie bezahlbaren Wohnungen zu entwickeln“, schreibt Sven Meier, der Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, in einer Pressemitteilung. Biosphäre bedeute auch Innenentwicklung statt Außenentwicklung.

Eine solche zukunftsfähige Stadtentwicklung erfordert angemessene Wohnbauflächen trotz vorhandener privater Baulücken. Seitens des saarländischen Bauministeriums werde eingeräumt, dass saarländische Städte und Gemeinden mehr Spielraum beim Bau neuer Häuser und Wohnungen bekommen sollen. Die Stadt St. Ingbert sollte nicht hintenanstehen, wenn Nachbarkommunen großzügig Wohnbauflächen ausweisen.

Vor dem Hintergrund der Ansiedlung neuer Unternehmen sowie der Expansion ansässiger Betriebe in St. Ingbert, zum Beispiel im Drahtwerk-Nord-Areal, auf dem Kléber-Gelände, im Innovationspark am Beckerturm und auf der ehemaligen „Trikotage“-Fläche an der Ecke Poststraße/Schlachthofstraße, sei es ein stadtplanerisches Ziel der SPD, den Beschäftigten hier in St. Ingbert Bauflächen für moderne bezahlbare Wohnungen anbieten zu können. Durch die Nähe zur Universität könne St. Ingbert ferner ein attraktiver Wohnort sein für die hunderte neuen Mitarbeiter am geplanten Helmholtz-Institut.

Für die SPD-Stadtratsfraktion gelte es, die Bedürfnisse nach weiteren Wohnbauflächen und Grünflächen maßvoll abzuwägen. Daher habe die SPD schon bei der ersten Vorstellung der Wohnbauprojekte in den Bereichen Pfuhlwiese und an der St.-Fidelis-Straße auf eine Reduzierung der geplanten Wohneinheiten gedrängt. Die SPD-Fraktion habe sich für den Erhalt eines Bolzplatzes und einen durchgehenden Grünzug von den Awo-Seniorenzentren bis zum Pulvermühlweg ausgesprochen und gebeten, eine einreihige Wohnbebauung ohne parallele Erschließungsstraße zu prüfen. Planungsziel könne hierbei eine offene, mit viel Grün durchzogene sowie flächen- und energiesparende Bebauung sein. Die Lage der beiden Bereiche in Nähe der Autobahn bedeute zwingend die Forderung nach besserem Schallschutz für die bestehende und mögliche neue Wohnbebauung.

Zur Planung einer maßvollen Weiterentwicklung der Wohnbauflächen fordert die SPD-Stadtratsfraktion ein Grün- sowie Freiflächenkonzept in Ergänzung zum schon beauftragten Wohn- und Gewerbeflächenkonzept für die Stadt St. Ingbert.