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Laufbushaltestellen werden besonders gekennzeichnet

Laufbushaltestellen werden besonders gekennzeichnet

St. Ingbert/Rohrbach/Hassel. Bundesweit kümmert sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) um die Sicherheit der Kinder, was besonders dann wichtig ist, wenn die kleinen Verkehrsteilnehmer selbstständig in die Schule gehen. Natürlich könnten die Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vors Schultor bringen, damit nichts passiert

St. Ingbert/Rohrbach/Hassel. Bundesweit kümmert sich der Verkehrsclub Deutschland (VCD) um die Sicherheit der Kinder, was besonders dann wichtig ist, wenn die kleinen Verkehrsteilnehmer selbstständig in die Schule gehen. Natürlich könnten die Eltern ihre Kinder mit dem Auto bis vors Schultor bringen, damit nichts passiert. Doch sind dadurch regelmäßig die Zufahrtsstraßen verstopft, und die Eigenständigkeit der Kinder wird mit dem "Mama-Taxi" nicht gerade gefördert. Unter diesem Gesichtspunkt wurde nun auch in St. Ingbert das Projekt "Laufbus" ins Leben gerufen, das sich mit der Unterstützung des stellvertretenden Landesvorsitzenden des VCD, Werner Ried, schon seit einiger Zeit in Richtung Rischbachschule in Bewegung setzt. Ziel ist, dass sich Grundschulkinder, die denselben Schulweg haben, an den extra ausgezeichneten Laufbushaltestellen treffen, um dann den Weg in die Schule gemeinsam anzutreten.Dabei gibt es angenehme Nebeneffekte. Den Kindern wird der tägliche Weg vertrauter, sie bewegen sich, treffen schon morgens ihre Freunde und übernehmen Verantwortung, indem sie aufeinander warten und aufpassen. Bisher machten Eigenkreationen in Schildform auf die entsprechenden "Haltestellen" aufmerksam. Seit neuestem werden vom VCD so genannte Bodentattoos zur Verfügung gestellt, die einen Wiedererkennungseffekt haben. Die Stadt St. Ingbert hat vorerst zehn "Aufkleber" im Gesamtwert von rund 300 Euro finanziert, von denen fünf am Standort Rischbachschule, drei in Rohrbach und zwei in Hassel angebracht wurden. "Wir haben den Eltern einen Elternbrief mitgegeben und die Aktion auch mit den Kindern besprochen. Die waren begeistert", so Susanne Rehse-Paulssen, die Rektorin der Rohrbacher Pestalozzischule. Diesen Eindruck teilt auch Werner Ried, vor allem, als er sah, wie am Mittwoch Schüler der zweiten bis vierten Klassen der Pestalozzischule selbst Hand anlegten und ein Tattoo an der Ecke Bahnhof-/Hasseler Straße anbrachten. Mit Besen und Hammer bewaffnet gingen sie ans Werk, denn der Fußweg muss frei von Fremdkörpern sein, damit die Metallschicht auf der Rückseite der "Bodentätowierung" eine feste Verbindung mit dem Untergrund eingehen kann. Für die Rohrbacher Rektorin ist es besonders wichtig, dass das Laufbusprojekt keine Eintagsfliege ist, sondern sich bei den Kindern etabliert. Nachahmer sind erwünscht.

Damit der Schulweg weiter verbessert wird, haben die Kinder gelbe Luftballons bekommen, mit denen sie gefährliche Stellen markieren können. Vielleicht werden dann auch dort Maßnahmen ergriffen, die den Schulweg sicherer machen.

So wie es auf Anregung der Elternschaft und des VCD gerade in Höhe der Großen Flurstraße und der Schubertstraße in St. Ingbert vorgemacht wird: Dort gibt es seit dieser Woche eine neue Querungshilfe mit Zebrastreifen und Lichtanlage. con