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Ladenleerstände erreichen kritische Marke

Ladenleerstände erreichen kritische Marke

FDP fordert Unterstützung für St. Ingberter Einzelhandel. Die Wirtschaftsförderung soll anders agieren.

() Bei einer Begehung der Kaiserstraße in der Unterstadt von St. Ingbert hat die FDP allein in diesem Bereich der Kernstadt aktuell neun leerstehende Ladenlokale mit über 4000 Quadratmetern leerer Verkaufsfläche gezählt. "Damit stehen in der Unterstadt über 60 Prozent der Verkaufsflächen derzeit leer, was eine kritische Marke darstellt. Einfaches Aussitzen reicht in dieser schwierigen Lage nicht mehr", erklärt Andreas Gaa, Vorsitzender der FDP St. Ingbert und Mitglied im Stadtrat. Aus Sicht der FDP müsse die Politik den Einzelhändlern in St. Ingbert ermöglichen, sich gegenüber dem Online-Geschäft und der Konkurrenz in Nachbargemeinden zu behaupten. Dazu gehörten beispielsweise die vor Jahren beschlossenen heute nicht mehr zeitgemäßen Werbesatzungen, Sortiments- oder Nutzungsvorschriften oder der Verzicht auf das Bestrafen von Besuchern der Innenstadt durch Parkknöllchen.

Auch die Verschönerung der in die Jahre gekommenen Fußgängerzone müsse dringend erfolgen. Die optimale Verkehrsanbindung der Innenstadt sowohl für Autofahrer und Fußgänger als auch für Radfahrer müsse wieder erste Priorität haben in der Stadt. Die FDP St. Ingbert fordert die handelnden Personen in der Verwaltung sowie die Mehrheitsfraktionen im Stadtrat auf, andere Prioritäten in dieser Stadt zu setzen. "Es kann nicht sein, dass sich Wirtschaftsförderung unter anderem mit der Suche nach einer Bienenkönigin beschäftigt. Aufgabe einer Wirtschaftsförderung muss es sein, Firmen in St. Ingbert durch entsprechende Betreuung zu halten und intensive Bestrebungen zu unternehmen, neue Unternehmen anzusiedeln", so Gaa.