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KV Oberwürzbach veranstaltet Fastnachtsumzug an Rosenmontag

Kostenpflichtiger Inhalt: Rosenmontagsumzug in Oberwürzbach : Minions und Meckis ziehen durch die Straßen

Der Fastnachtsumzug am Rosenmontag in Oberwürzbach bot manchen Hingucker – und auch etliche Gruppen aus Nachbarorten.

Ab und an sorgte ein etwas plötzlich auffrischender Wind am Rosenmontag fast für leichte Verunsicherung. Aber eben nur fast. Die Sturmwarnung, die am Vortag mancherorts für die Absage von Umzügen gesorgt hatte, betraf „Werzbach“ zum Glück nicht. Hier konnte sich der närrische Lindwurm pünktlich am Ortsende aus Richtung Rittersmühle in Bewegung setzen. „Man ist irgendwie fiel näher dran und die Leute sind viel herzlicher“; beschrieb eine Stammbesucherin aus Saarbrücken den Hintergrund, weshalb sie alljährlich in den Stadtteil zum Umzug kommt.

Und es scheint auch etwas auszumachen, dass – zumindest am Anfang der Strecke – wegen der lichten Häuserreihen man irgendwie die Gruppen und Wägen zum Greifen nahe hat. Etwa bei der Orchestergemeinschaft „Musik verbindet“ Oberwürzbach, die dieses Mal, als Minions verkleidet, mitlief und mit flotten Rhythmen für Stimmung sorgte. Genau wie ihre Kollegen vom Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn, die sich kostümlich etwas auf Abwegen befanden. Die Musiker kamen im Panzerknacker-Outfit und zogen am Ende ihrer Gruppe einen stilisierten Tresor, aus dem die Geldscheine fielen, hinter sich her.

Mächtig Spaß hatte die Aktivengarde des KV „Die Maulesel“ Oberwürzbach. „Freakshow“ lautet ihr aktueller Sessions-Schautanz. Was lag da nahe, im entsprechenden Outfit zum Umzug zu erscheinen und auch die eine oder andere Hebefigur auf der Straße zum Besten zu geben. Und dann gab es noch die Gruppe der Sozialdemokraten, die als „Süße Früchtchen“ verkleidet, zusammen mit Umweltminister Reinhold Jost an der Spitze am Umzug teilnahmen. „Tuttifrutti – in der Vielfalt sind wir stark“, lautete das Motto. In barocken Kostümen und einem standesgemäßen Cabrio als Begleitung für die Musikbeschallung nahm die die Gruppe „Living Dolls & Team“ am Umzug teil. „Amadeus rockt Werzbach“, lautete ihr Motto, was sich auch in Falcos Lied „Rock me Amadeus“ niederschlug.

Auch Umweltminister Reinhold Jost marschierte als „Süßes Früchtchen“ verkleidet beim Rosenmontagsumzug mit. Foto: Jörg Martin

Erinnern Sie sich noch an Mecki? Diese Comic-Figur von gaaaannnzzz früher? Ja, die ist ganz in Vergessenheit geraten. Dafür gab es sie in „Werzbach“ gleich ein paar Mal. Dank des Alschbacher Dorfvereins, der mit „Meckis Alschbacher Igelbande“ durch die Straßen zog, erlebte der sympathische Knilch wieder eine Renaissance. „Mama, die sind aber ganz schön gruselig“, meinte ein kleines Schulkind zu seiner Mutter. „Bertchens Haaseler Horror-Show“ mit seinem Wagen und den grußeligen Gestalten aus der Rocky Horror-Show hatte die Kleine gerade eben entdeckt. Doch die waren nur harmlos und wollten nur Feiern. Da waren die Astronauten, die unter dem Motto „Hauptsache Spaß“ auftraten, viel angenehmer. Auch die Mixed Pickles, die in angedeuteten Rollern, nach Männlein und Weiblein getrennt, „mitfuhren“, sorgten für Erheiterung. Der Wikinger-Auftritt stellte eine Co-Produktion der beiden Karnevalsvereine aus Hassel und Oberwürzbach dar. Die Narretei kann auch über Ortsgrenzen hinaus einen. Fürs Schwimmbad war es zwar zu kalt, dafür sorgten „Die Metzelcher“ für das passende Outfit an Schwimmern.