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Kultursommer in St. Ingbert mit Puppentheater für Kinder

Kindertheater in St.Ingbert : Kasperle-Theater begeistert Kinder

Viola Panter war mit ihren Handpuppen in der ehemaligen JVA zu Gast. Zu sehen gab es das Abenteuer „Die gestohlenen Bratwürstchen“.

Viola Panter traf am vergangenen Sonntagnachmittag im Innenhof der ehemaligen Justizvollzugsanstalt St. Ingbert den Nerv der Kinder. Eigentlich war Regen für diesen Nachmittag in der Alten Bahnhofstraße angekündigt. Stattdessen ist es ohne Schutz in der prallen Sonne richtig heiß. Deshalb singt die Künstlerin mit den Kleinen zum Warming up passenderweise „Jetzt kommt der Sommer“ und alle singen mit.

Puppentheater open Air, da gehört auch bei „Violas Wunderkoffer“ natürlich der Kasper dazu. Doch der ist zunächst nur kurz da, hat sein obligatorisches „Tri-Tra-Trullala“ dabei und muss noch etwas auf seinen großen Auftritt warten. Und das traditionelle „Seid ihr alle daaaa?“ darf natürlich auch nicht fehlen. Zuerst wird nämlich erzählt, wer die handelnden Personen bei „Die gestohlenen Bratwürstchen“ sind. Da ist etwa der König. Der hat Stress und kann sein Aristokratentum überhaupt nicht genießen. Ständig kommen die Minister und haben ein Anliegen, dass sie mit ihm klären müssen. Die Kassen sind leer, und er sieht sich gezwungen, die Hundesteuern zu erhöhen und Blitzer zu installieren. „Ich habe gar keine Zeit, um mich zu erholen“, klagt der Mann. Die Kinder können es verstehen. Da schickt er den trotteligen Diener Johann die Prinzessin Rosalie rufen, um diese zum Picknick im Schlossgarten zu bitten.

Als der beschäftigte König von seinem kurzfristigen und ungeplanten Meeting mit dem Finanzminister zurückkommt, ist die Tochter schon auf dem Weg zur Großmutter, was der Vater aber natürlich nicht weiß. Also muss Polizist Fritze ran und bei der Suche nach der Tochter helfen. Die Kinder sind schnell ins Stück integriert, rufen dazwischen, geben den Puppen wichtige Infos und bringen ihre Emotionen zum Ausdruck. Doch der fiese Räuber entführt die Prinzessin und nimmt sie mit in seiner Höhle, weil er hofft, dass sie ihn bekochen könne, was aber nicht zu deren Kernkompetenzen zählt. Auch der Polizist landet in der Höhle. Dessen Suche setzt nun derweil der Kasper fort. Währenddessen will der Räuber 555 Euro Lösegeld von der Oma. Doch da hat er nicht mit dem findigen Kaspar gerechnet. Der wendet einen Trick an, in dem er den Gangster verquatscht, in den muffigen Sacke zu klettern, in dem angeblich die Kohle sein soll. Das die da nicht drin ist, liegt nahe. Dafür ist der Verbrecher nun gefangen. Am Ende sind wieder alle frei, und der Kasper bekommt einen Teil des Goldschatzes vom überglücklichen König.

„Es war sehr schön. Und das trotz der Hitze. Die Kinder waren etwas überrascht, dass es schon nach einer Stunde wieder vorbei war“, meinte eine Mutter aus Rohrbach beim Hinausgehen.