Kuckuck und Kakadu in concert

Das Leibniz-Gymnasium lud anlässlich seines Frühlingskonzerts erstmalig in die neu gebaute Mehrzweckhalle ein. Die Gäste genossen die gute Akustik und das abwechslungsreiche Programm der musikschaffenden Schüler der fünften bis elften Klassen.

. Erstmals nach der offiziellen Einweihung der Mehrzweckhalle lud das Leibniz-Gymnasium zu einem Konzert in diese neue Räumlichkeit ein. "Wir freuen uns, heute hier so viele Gäste begrüßen zu können. Natürlich sind Sie hergekommen, um unsere Schüler zu hören, aber vielleicht auch, um unsere neue Halle zu sehen", so Hildegard Ames-Reiber zu Beginn des Frühlingskonzerts, bei dem alle musikschaffenden Schüler der Klassen 5 bis 11 "aufgefahren" wurden, die die Schule zu bieten hat. So beschwingt, wie man sich landläufig den Start in den Frühling vorstellt, wurde auch das zweieinhalbstündige Programm präsentiert. Es erklang Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart. Und es wurde nicht nur gesungen und musiziert. Als die Leibniz-Kids "Rock around the Clock" anstimmten, tanzten einige Schülerinnen Rock 'n' Roll.

Sahen die vier Tische mit jeweils drei Stühlen im Blickfeld der Besucher aus, als würde dort gleich eine Prüfungskommission Platz nehmen, entpuppten sie sich als Kulisse für den "kochenden" Musik-Neigungskurs der Klassenstufe 11, der mit Kochlöffeln als Rhythmusinstrument "Eine kleine Tischmusik" nach Manfred (Amadeus) Menke zelebrierte. Dass es nicht immer Schlagzeug und Trommel sein müssen, die den Takt vorgeben, bewiesen auch das Percussion-Quartett und ein Gesangstrio, das den Rhythmus des Cup-Songs mit Plastikbechern vorgab, die einer eigenen Choreografie gehorchten. Klavier, Querflöten, Violine und Klarinetten brachten Bach, Prokofjew, Beethoven oder auch Chopin zu Gehör. Leibniz-Kids und Leibniz in the afternoon brauchten sich hinter den "Klassikern" nicht verstecken, sangen Evergreens von den Beatles, Bob Dylan, aber auch Musical-Melodien und andere internationale Songs. Dass sie dabei nicht nur stimmlich obenauf waren, sondern auch eine gehörige Portion Spaß beim Singen hatten, lag wohl nicht zuletzt am präsentierten Repertoire. Hier war beim "Drunken Sailor" der ganze Körper gefordert, bei anderen Stücken wurde mit den Fingern geschnippt, ein Kuckuck oder Kakadu nachgemacht. Leonard Bernsteins America aus der Westside Story klang auch als Arrangement für eine Pianistin, sieben Sängerinnen, zwei Sänger und ein paar Hände als Taktgeber sehr reizvoll. Das Konzert überzeugte auf der ganzen Linie mit Kreativität und der Vielseitigkeit der Schüler, die zum Teil mit mehreren Instrumenten und auch noch gesanglich am Start waren. So ein fröhliches Konzert war dem beginnenden Frühling mehr als würdig. Und die Partnerschule in Simbabwe kann sich durch die reichlich gegebenen Spenden ebenfalls am Ergebnis des Konzerts freuen.