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Krötenwanderungen haben auch in St. Ingbert begonnen

Nabu : Krötenwanderungen haben begonnen

Die Mitarbeiter der Stadt St. Ingbert haben vor einigen Tagen einen Krötenzaun am Glashütter Weiher aufgebaut. Die Aktiven des Naturschutzbundes (Nabu) St. Ingbert sammeln seitdem jeden Morgen und Abend die Tiere auf, die in die am Zaun aufgestellten Eimer gefallen sind und tragen sie sicher über die Straße.

Fadenmolche, Bergmolche, Grasfrösche, aber vor allem Erdkröten wandern nun in großen Mengen in Richtung Weiher, um dort abzulaichen. Damit sie nicht von den Autos überfahren werden, landen sie bei ihrer Wanderung in den eingegrabenen Eimern. Die Helfer bestimmen die Tiere, zählen sie und tragen sie in den Weiher.

Besonders bemerkenswert ist jedes Jahr die hohe Zahl wandernder Erdkröten am Glashütter Weiher. Im letzten Jahr wurden dort über 11.000 Tiere gezählt. Entsprechend dem hohen Waldanteil in St. Ingbert leben auch andernorts waldbewohnende Amphibien, darunter sogar der Feuersalamander in den hiesigen Wäldern. Dementsprechend ist vor allem auf Straßen in Waldnähe mit Wanderungsbewegungen zu rechnen. Die Funde werden übrigens zentral gemeldet, damit ein umfassendes Bild der Amphibienvorkommen entsteht. Da die Lurche in der Regel nachtaktiv sind, um sich vor Feinden zu schützen und das Austrocknen ihrer Haut zu verhindern, ist für Autofahrer besondere Vorsicht in den Abend- und Nachtstunden geboten.

Zahlreiche nützliche Hinweise zu Amphibien und zu deren Schutz finden sich auf den folgenden Seiten: www.nabu.de/kroetenwanderung. Helfer können sich beim Nabu St. Ingbert (01577 2435222) melden.