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Radweg: Kritik an Radeln über Gelände

Radweg : Kritik an Radeln über Gelände

Grundstückseigentümer sieht Stadt in der Pflicht, den Radweg adäquat zu sichern.

Der Pool-Fachhändler „Poolomio“ aus St. Ingbert-Rohrbach, Eigentümer des ehemaligen Accord-Geländes, äußert sich zum ungesicherten Radweg über das Betriebsgelände.„Besonders in den Sommermonaten herrscht auf unserem Betriebsgelände reger Verkehr. Wir erhalten täglich Warenanlieferungen per LKW, und auch der Kundenverkehr ist erheblich. Aus unserer Sicht muss der Fahrradweg eine eigene asphaltierte Zufahrt erhalten und sauber von unserem Gelände abgetrennt werden, damit eine mögliche Unfallgefahr ausgeschlossen werden kann“, so Unternehmenssprecherin Alessa Hartz. Diese sicherheitsrelevanten Aspekte seien in der bisherigen Argumentation für ein schnelles Einrichten des Radweges nicht berücksichtigt worden. Von der CDU-Ortsratsfraktion wurde stattdessen der Vorwurf der Bürokratie laut. Als pragmatische Lösung wurde der Altmühltal Radweg in Franken gelobt, bei der ein Schild mit der Aufschrift „frei für Fußgänger und Radfahrer auf eigene Gefahr“ zur Verkehrssicherung genüge. „Der Vergleich mit Franken hinkt, denn der besagte Radweg führt zwar ebenfalls über ein Betriebsgelände, allerdings fernab von Lieferverkehr und anderen Gefahrenquellen. In Rohrbach ist auch der Anschluss des Radweges im Kurvenbereich der Mühlstraße nicht unbedenklich.“

Die Verantwortung für die Sicherheit des Radweges sieht Poolomio ganz klar bei der Stadt. „Wir haben große Bedenken, sollte es zu einer ungesicherten und budgetschonenden Schnell-Lösung laut Vorschlag der CDU-Ortsratsfraktion kommen. Es ist unverständlich, dass es von Seiten der Stadt bisher keine Bemühungen gab sich mit uns als Eigentümer an einen Tisch zu setzen“, so Hartz. „Unter anderem muss auch über den Schandfleck im unteren Teil der Industriestraße gesprochen werden, der dann unmittelbar als Weiterführung des Fahrradweges dient.“ Eine Alternative wäre laut Poolomio die Umsetzung des Radweges in Verbindung mit der Umgehungsstraße, die innerhalb der nächsten 24 Monate dort eingerichtet werden soll. „So könnten die zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von 35 000 Euro für den Radweg immens reduziert werden.“, argumentiert Hartz. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese Zahl auf einem Weg von 50 Metern beruht, die Strecke, die über das Betriebsgelände von Poolomio führt und entsprechend abgetrennt werden muss, im Ganzen tatsächlich aber rund 130 Meter betrage. „Nach dem Bau der Umgehungsstraße wäre es für uns zudem möglich, unser Betriebsgelände endlich entsprechend einzuzäunen. Dies wäre die sicherste und gleichzeitig kostengünstigste Lösung für alle Seiten.“