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Kreis soll bei Erreichbarkeit des Impfzentrums für ältere Menschen helfen. Laut Pressestelle ist man an dem Thema dran.

Corona-Pandemie : Saarpfalz-SPD sieht Verbesserungsbedarf beim Impfzentrum

Kreis will Fahrdienstangebote mit Kommunen koordinieren. Die Impfungen am UKS gehen erst am Donnerstag weiter.

Am 28. Dezember fiel der Startschuss im auch vom Saarpfalz-Kreis betriebenen Impfzentrum Ost in Neunkirchen-Sinnerthal. Esra Limbacher, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion schreibt in einer Mitteilung, laut Impfzentrums-Leiter Gunter Maier seien bereits über 2200 Personen dort behandelt worden. Die Arbeit funktioniere gut, die Abläufe seien klar geregelt, die Mitarbeiter hoch motiviert. Problematisch bleibe aber der Transport nicht mobiler älterer Menschen zum Impfzentrum nach Neunkirchen (wir berichteten).

Insbesondere Ortsvorsteher und Bürgermeister erhielten momentan Anrufe von älteren Bürgern, die Probleme hätten, alleine zum Impfzentrum zu kommen. „Ich habe unserem Landrat vorgeschlagen, dass auch der Landkreis hierbei eine entscheidende Stütze sein kann. Gerade ältere bedürftige Personen, die alleine die Fahrt nicht bewerkstelligen können, müssten ein adäquates Hilfeangebot erhalten“, so Limbacher. Man ist an dem Thema laut Kreis-Pressestelle aber dran. Die Kommunen schrieben die betroffene Zielgruppe der Priorisierung 1 an, vor allem also über 80-Jährige. Der Saarpfalz-Kreis habe am 12. Januar eine Abfrage an die Städte und Gemeinden zu geplanten organisatorischen Maßnahmen gerichtet und sei in Abstimmung mit den Kommunen. Interkommunale Maßnahmen werde man nächste Woche bei einer digitalen Konferenz zwischen Landrat, Oberbürgermeister und den Bürgermeistern besprechen.

Während derweil sinkende Corona-Infektionszahlen im Saarpfalz-Kreis eher kurz durchschnaufen lassen, bedeuten die drei weiteren Todesfälle, die es seit Donnerstag im Kreis gab, einen neuerlichen Schlag ins Kontor. Inzwischen sind 68 Personen an oder mit Covid-19 gestorben. Ansonsten gab es am Freitag 18 neue Fälle (acht davon in Homburg, sechs in St. Ingbert), was die Gesamtzahl derjenigen, die sich seit Beginn der Pandemie mit dem Coronavirus nachweislich infiziert haben, auf 2736 steigen ließ. Die Zahl der akut Infizierten liegt im Saarpfalz-Kreis derzeit bei 124. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank im Laufe der Woche auf 59,59 und nähert sich damit aktuell der magischen 50er-Grenze.

Während in der Fläche die Zeichen anhand der gemeldeten Zahlen auf Entspannung hindeuten, spitzt sich die Lage am Uniklinikum zu. Dort werden derzeit 26 Covid-Patienten behandelt, fünf mehr als noch am Tag zuvor. Und wie geht es mit den Impfungen am UKS weiter, nachdem dort am Montag 84 Angestellte gegen das neuartige Corona-Virus immunisiert wurden? UKS-Chef Wolfgang Reith erklärt: „Das mobile Impfteam des Saarlandes rotiert die nächsten Tage in verschiedenen Krankenhäusern im Saarland, so dass wir am Donnerstag kommender Woche mit einem weiteren Impftag bei uns im Universitätsklinikum rechnen.“ Es würden weiter die Kollegen geimpft, bei denen die allerhöchste Priorität bestehe. Die vom Land zur Verfügung gestellten Dosen erforderten ein geplantes Vorgehen. Jeder Bereich des UKS und die entsprechenden Beschäftigten würden rechtzeitig über den Betriebsärztlichen Dienst des UKS kontaktiert und informiert. Reith empfehle außerdem, dass „Kollegen, die bereits einen Impftermin bei einem der saarländischen Impfzentren haben, diesen beibehalten und wahrnehmen sollen. Denn am UKS wird in der nächsten Zeit zuerst Impfstoff für lediglich rund 300 Personen zur Verfügung stehen. Jede Impfung, die über ein Impfzentrum durchgeführt wird, ist eine zusätzliche Impfmöglichkeit für uns.“